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Simplify: Entlasten Sie Ihren Kopf. Wertvolle Tipps für Ihre To-do-Liste

Autor: Werner Deck am 7. Januar 2019

Kaum jemand, der keine To-do-Liste führen würde – und sei es auch nur in Form eines vollgekritzelten Schmierzettels oder vieler gelber Haftetiketten. So nutzen Sie dieses simple Zeitplanungsinstrument noch effektiver für sich:

Entlasten Sie tatsächlich Ihren Kopf

Portrait Mann

Den Kopf entlasten

Vergessen Sie „Das vergesse ich bestimmt nicht!“ Eine effektive Entlastung erreichen Sie nur, indem Sie wirklich alle To-dos aufschreiben. Notieren Sie sich nicht bloß „Einkäufe“, sondern listen Sie sämtliche Läden auf, die Sie besuchen wollen (was Sie besorgen wollen, steht dann auf Einkaufszetteln).

simplify-Tipp: Erstellen Sie Ihre Liste bereits am Vorabend – aber nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen. Sonst geht Ihnen beim Einschlafen noch zu viel durch den Kopf.

Wie Ihre Schmutzwäsche auf die Liste kommt

Natürlich sehen Sie bei jedem Gang ins Schlafzimmer, dass die Wäschetonne überquillt. Natürlich ist es Routine, dass Sie sich jeden Donnerstagvormittag auf das Teammeeting vorbereiten. Aber damit Sie Ihre To-do-Liste nicht zu voll packen, sondern Ihre Zeit realistisch planen, müssen auch Selbstverständlichkeiten ihren Platz auf der Liste finden.

simplify-Tipp: Fragen Sie sich bei alltäglichen Verrichtungen (z. B. in Bezug auf die Essenvorbereitungen), ob sie dieses Mal vielleicht weniger alltäglich ausfallen und dadurch mehr Zeit in Anspruch nehmen als gewöhnlich – etwa weil Sie Gäste haben.

Action plan

Schreiben Sie konkret auf, was es zu tun gilt. Statt „Mutters Geburtstag!!!“ also etwa: „1. Mutter anrufen, Wünsche erfragen. 2. Bruder anrufen, auf gemeinsames Geschenk einigen. 3. Geschenk im Internet besorgen“. Können Sie den Geschenkekauf nicht gleich erledigen, kommt der Punkt auf Ihre Backlist (siehe unten).

simplify-Tipp: Notieren Sie sich bei umfangreicheren Aufgaben den ersten konkreten Schritt. Wenn Sie den Keller streichen wollen, also z. B. „Raum ausräumen“. So starten Sie motivierter.

Und wie viel Zeit brauchen Sie dafür?

Sanduhr

Wieviel Zeit brauchen Sie?

An dieser Frage hängt das Wohl und Wehe Ihrer Zeitplanung! Verzeichnen Sie neben jeder größeren Aufgabe, wie viel Zeit sie in Anspruch nehmen wird oder Sie ihr widmen möchten. Addieren Sie die Zeiten, und planen Sie genügend Puffer ein für Unvorhergesehenes: Ist das tatsächlich zu schaffen? Wenn nicht, streichen Sie einen Teil der Punkte gleich wieder!

simplify-Tipp: Wenn Sie sich häufig zu viel vornehmen, reduzieren Sie probehalber Ihre To-dos für einen Tag auf ein absolutes Minimum. Vielleicht erleben Sie so das neue Gefühl, alles bereits am frühen Nachmittag erledigt zu haben. Genießen Sie es!

Schwerstarbeit: Prioritätensetzung

Lassen Sie nicht automatisch alles auf Ihre To-do-Liste, was „Ich bin sooo wichtig!“ oder „Ich bin wirklich dringend!“ schreit. Hinterfragen Sie Ihre Aufgaben kritisch: „Wofür bist du gut? Was habe ich von dir – heute, nächste Woche, in einem Jahr?!“ Checken Sie, wie effektiv Ihre Anstrengungen wahrgenommen werden: Das per Mail verschickte Protokoll wird von den meisten Kollegen nicht einmal geöffnet? Dann müssen Sie es weder heute noch mit großer Akribie verfassen!

simplify-Tipp: Wenn Sie Ihre To-do-Liste auf die Aufgaben beschränken, die an dem betreffenden Tag zu erledigen sind, ersparen Sie sich eine weitere Prioritätensetzung innerhalb der Liste. Richten Sie Ihre Tagesplanung nicht unbedingt nach dem „Das Wichtigste zuerst“-Prinzip aus, sondern bleiben Sie flexibel: Wann haben Sie genügend Zeit am Stück für eine längere Aufgabe? Zu welcher Tageszeit können Sie sich am besten konzentrieren?

Führen Sie eine Backlist

In der Verlagsbranche ist das die Liste aller lieferbaren Bücher eines Verlags, ohne die Neuerscheinungen. In der Zeitplanung sind damit Ihre Aufgabenvorräte gemeint: alles, was Sie nicht unbedingt hier und heute erledigen müssen. Die Backlist entlastet Ihr Gedächtnis und bildet den Grundstock für Ihre Planung der nächsten Tage.

simplify-Tipp: Wer am liebsten alles gleich erledigt („Weg ist weg!“), stellt dadurch häufig seine eigentlichen Aufgaben hintan. Gewöhnen Sie sich an, neue Aufgaben aufzuschreiben und sich danach zu entscheiden zwischen Backlist und aktueller To-do-Liste. Seien Sie hart zu sich: Fügen Sie Letzterer nur dann etwas hinzu, wenn Sie dafür einen anderen Punkt in die Backlist verschieben.

Neues Spiel, neues Glück

Roulette

Neues Spiel, neues Glück

Oder: neuer Tag, neue Liste! Auch wenn am Ende eines Tages auf Ihrer Liste einige Punkte noch nicht abgehakt sind, sollten Sie allein schon um der Übersichtlichkeit willen jeden neuen Tag mit einer neuen Liste beginnen.

simplify-Tipp: Übernehmen Sie die übriggebliebenen Punkte des Vortags nicht automatisch, sondern checken Sie jeden Einzelnen: Warum ist genau diese Aufgabe liegengeblieben? Ziehen Sie daraus Konsequenzen. Nehmen Sie sich z. B. die „Keine Lust“-Tätigkeit für morgen gleich als Erstes vor. Streichen Sie Unwichtiges ganz.

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

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Die 5 Lebensgeheimnisse, die Sie entdecken sollten, bevor Sie sterben

Autor: Werner Deck am 25. Juli 2017
John Izzo

Die 5 Geheimnisse, die Sie entdecken sollten, bevor Sie sterben

Bevor John Izzo ein Hotel bucht, liest er im Internet die Beurteilungen von Gästen vor ihm. Indem er die Erfahrungen anderer nutzt, kann er stets in den besten Unterkünften nächtigen. Könnte man, so dachte er, das nicht auch tun, um das Erfolgsrezept für ein gutes Leben und Sterben zu ergründen?

Izzo, im Hauptberuf Chef einer international tätigen Beratungs- und Trainingsfirma, ließ sich von 15.000 Personen „weise Alte“ nennen. Aus diesen Empfehlungen filterte er gut 200 Menschen zwischen 60 und 105 Jahren heraus und interviewte sie.

Aus deren Lebensrezepten destillierte er wiederum 5 lebenswichtige „Geheimnisse“ heraus, die diese glücklichen, zufriedenen Menschen in ihrem Leben und ihrer Persönlichkeitsentwicklung beherzigt hatten. Hier das Resultat seiner einmaligen Suche.

1. Seien Sie sich treu

Treu bleiben

Bin ich meinem Lebensziel näher gekommen?

Wursteln Sie sich nicht einfach nur durch, sondern gestalten Sie Ihr Leben. Formulieren Sie Ihr Lebensziel, und fragen Sie sich, ob Sie darauf zusteuern: Folge ich der Stimme meines Herzens?

Richte ich mein Leben an den Dingen aus, die mir wirklich wichtig sind? Bin ich der Mensch, der ich sein will?

Wenn Sie wieder einmal durchs Leben hasten, ohne sich Ihres Wegs sicher zu sein, sagen Sie sich die Worte des schlesischen Dichters Angelus Silesius (1624– 1677): „Halt an, wo läufst du hin?“ Die Grundbedeutung des heute vielen Menschen fremd gewordenen Begriffs „Sünde“ ist übrigens „am Ziel vorbeischießen“.

simplify-Rat: Fragen Sie sich am Ende jeder Woche: „Bin ich in der vergangenen Woche meinem Lebensziel näher gekommen?“ Konkret: Freuen Sie sich dabei auch über kleine Schritte, die Sie Ihrem Ziel näher bringen – dass Sie es z. B. geschafft haben, pünktlich zum Familienabendessen nach Hause zu kommen, oder endlich Infomaterial für Ihre Zusatzausbildung angefordert haben. Hauptsache, die Richtung stimmt!

2. Leben Sie so, dass Sie später nichts bereuen müssen

Keine Reue

So leben, dass Sie später nichts bereuen müssen

So gut wie keiner der Befragten bereute, dass er zu viel riskiert hatte. Sie ärgerten sich nicht über Fehlschläge, sondern über alles, was sie

unversucht gelassen hatten. Viele rieten: Fürchten Sie sich nicht davor, Ablehnung zu erfahren. Die wichtigsten Momente im Leben sind die, in denen Sie aus Mut handeln und nicht aus Angst.

Eine 80-jährige Frau empfahl: „Entscheiden Sie sich für den Weg, der den besten Stoff zum Erzählen verspricht.“ Auch oft genannt: Wenn Sie mit einem anderen Menschen im Streit leben, streben Sie nach Versöhnung. Das nicht getan zu haben, war bei den Befragten der meistgenannte Grund für Reue.

simplify-Rat: Ziehen Sie am Ende jeder Woche Bilanz: Habe ich mich von der Angst leiten lassen oder vom Mut? Schreite ich voran, oder ziehe ich mich zurück? Konkret: Erproben Sie Ihren Mut in alltäglichen Situationen. Bringen Sie in einer Diskussion Ihre Meinung vor, auch wenn Sie wissen, dass Sie damit auf Widerspruch stoßen werden. Probieren Sie bei der nächsten Einladung ein neues Rezept aus, auch wenn Sie nicht wissen, wie das Gericht schmecken wird.

3. Lassen Sie die Liebe in sich lebendig werden

Wer die Liebe verpasst, verpasst das Leben. Dabei geht es nicht um Sex oder um das Gefühl Liebe, sondern um eine innere Haltung. Beschließen Sie, sich selbst zu lieben, die Ihnen nahestehenden Menschen und dann alle anderen. Das ist möglich, unabhängig davon, wie viel Liebe Sie erfahren haben. Unter den Befragten waren einige, die eine sehr schwere Kindheit ohne Liebe hatten. Aber irgendwann beschlossen sie, die in ihnen wohnende Liebe zu aktivieren. Einer sagte zu Izzo: „Sie können in Ihrem Inneren Blumen oder Unkraut pflanzen.“

Liebe

Lassen Sie die Liebe in sich lebendig werden

Eine Paarberaterin hatte sich 50 Jahre lang die Nöte von Eheleuten angehört. Ihr Fazit: Am Beginn einer Beziehung konzentrieren sich Menschen auf das, was ihnen am anderen gefällt. Später nur noch auf das, was sie am anderen stört. Sie müssten das Verhältnis nur umkehren, also bewusst die liebevolle Seite des anderen sehen.

simplify-Rat: Fragen Sie sich am Ende jeder Woche: War ich liebevoll und wohlwollend? Wie kann ich morgen liebevoller und liebenswerter sein? Wie kann ich in mir Blumen pflanzen und nicht Unkraut? Konkret: Bereiten Sie jeden Tag mindestens einem Menschen eine Freude, mit der er nicht gerechnet hat. Räumen Sie die unordentliche Ecke auf, die Ihre Partnerin schon seit Tagen stört. Rufen Sie Ihren Vater außer der Reihe an. Legen Sie der Kollegin, die krank war, einen Willkommensgruß an den Arbeitsplatz.

4. Leben Sie den Augenblick

Der Augenblick

Leben Sie den Augenblick

Viele junge Menschen meinen, unendlich viel Zeit zu haben. Aber auch ältere Menschen leben oft mehr in der Zukunft („Wenn ich mal in Rente bin …“ – „Nach meiner Hüftoperation …“) als in der Gegenwart. Das ist ein Fehler.

Der Arzt Dr. David Kuhl rät: „Tun Sie so, als würden Sie in exakt 6 Monaten sterben. Welches sind die 5 Dinge, die Sie vorher noch unbedingt tun möchten?“ Genießen Sie das Hier und Jetzt! Der Schlüssel dazu ist, dankbar zu sein.

Viele Befragte meinten rückblickend, sie hätten zu viel nachgedacht und zu wenig einfach gelebt. Lernen Sie von dem römischen Philosophen Seneca. Der betrachtete jeden Tag als ein Leben für sich und warnte davor, sich über die Vergangenheit zu grämen – die sich ohnehin nicht mehr ändern lässt.

simplify-Rat: Bedanken Sie sich jeden Morgen dafür, dass Sie diesen Tag erleben dürfen. Konkret: Tun Sie an jedem Tag etwas, das Ihnen das Gefühl gibt: „Mein Leben ist schön!“ Umarmen oder streicheln Sie einen lieben Menschen. Gehen Sie spontan für ein paar Minuten nach draußen, wenn die Sonne das herbstliche Grau einmal unverhofft durchbricht. Ziehen Sie sich so an, dass Sie sich im Spiegel selbst gut gefallen.

5. Geben Sie mehr, als Sie nehmen

Geben macht glücklicher als Nehmen, weil Sie selbst bestimmen können, was Sie geben. Sie können Zeit geben, Geld, Aufmerksamkeit, Liebe, ja sogar Tränen. Wenn Sie weinen müssen, fragen Sie sich, für wen Sie Tränen vergießen. Für sich selbst, Ihr schweres Schicksal? Dann sind es ungesunde Tränen. Die besten Tränen sind die, die Sie für andere vergießen.

Mehr geben

Geben Sie mehr, als Sie nehmen

Für den Friseur Ken, einen der Befragten, stellt sich die Bilanz eines Lebens am Grab heraus: „Es gibt 10-Minuten- und 10-Stunden-Beerdigungen. Bei der Feier für jemanden, der in seinem Leben anderen viel gegeben hat, bleiben die Besucher noch stundenlang zusammen, um über sein Leben zu reden.“

simplify-Rat: Leben Sie, als wollten Sie nach Ihrem Tod eine 10-Stunden-Beerdigung haben. Konkret: Was sollen andere später über Sie erzählen? Auch wenn Sie sich derzeit nicht als besonders großzügig, hilfsbereit, engagiert, kreativ oder einfühlsam empfinden: Sie können es noch werden! Suchen Sie sich aus Ihrer Umgebung einen Menschen, der die Charaktereigenschaft besitzt, die Sie in Ihrer Persönlichkeitsentwicklung gerne erwerben würden, beobachten Sie sein Verhalten, und lernen Sie davon.

Sehr empfehlenswert zum Selberlesen: John Izzo, Die 5 Geheimnisse, die Sie entdecken sollten, bevor Sie sterben. Goldmann Verlag, München 2010. ISBN-13: 3-442-15617-7. 8,95 €.

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

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Den Last-minute-Packstress kennt fast jeder. So entkommen Sie ihm: Packfreude statt Packstress

Autor: Werner Deck am 1. Mai 2017

Auch wenn nur eine Minderheit unter den Urlaubern Last-minute-Reisen bucht – den Last-minute-Packstress kennt fast jeder. So entkommen Sie ihm:

Warum eine Checkliste unverzichtbar ist

Der simplify-Generaltipp gegen Pleiten, Stress und Pannen beim Packen: eine Checkliste!

  1. Sie vergessen nichts.
  2. Sie packen damit gezielter und schneller.
  3. Sie können schon Tage vorher nebenbei mit den Vorbereitungen beginnen und alles abhaken, was Sie bereits zurechtgelegt haben.
  4. Sie müssen sich nicht ständig mit Ihrem Partner absprechen („Hast du schon …“).
  5. Geht Ihr Koffer verloren, erleichtert Ihnen die Liste die Meldung an die Versicherung.

simplify-Tipp: Erstellen Sie Ihre Checkliste am PC, damit Sie sie vor jeder Reise neu ausdrucken können. Eine gute Vorlage: urlaubs-checkliste.de.

Koffer packen

Die Urlaubs-Checkliste von Jörg Eidam. Die Checkliste, dank der nichts im Koffer fehlt

Damit Sie die ausgefeilte Liste Ihren eigenen Bedürfnissen anpassen können, kopieren Sie die Tabelle in ein leeres Word-Dokument und wandeln sie in eine Liste um. Wie das genau geht, hängt von Ihrer Word-Version ab – googeln Sie „Tabelle in Text konvertieren“ plus Ihre Word-Version.

Lassen Sie Ihr Zuhause daheim

Wenn Sie Maßarbeit leisten müssen, um alle Gepäckstücke im Kofferraum unterzubringen, oder am Flughafen ein saftiger Gewichtszuschlag fällig ist, schlägt das auf die Urlaubslaune. Versetzen Sie sich in Gedanken an Ihren Urlaubsort, stellen Sie sich Ihre Aktivitäten vor, und streichen Sie von Hand alles von Ihrer Packliste, was Sie dafür nicht brauchen. Wenn Sie beim Einpacken etwas nur „für alle Fälle“ mitnehmen: Lassen Sie es zu Hause! Im Falle eines Falles können Sie am Urlaubsort ein paar T-Shirts von Hand waschen, zusammen mit den Rädern Fahrradhelme ausleihen oder sich mit zusätzlicher Lektüre versorgen.

simplify-Tipp: Stärken Sie Ihre Packdisziplin, indem Sie vor dem Herrichten der Dinge festlegen, welche Koffer Sie mitnehmen. Geben Sie jedem Familienmitglied sein eigenes Gepäckstück und damit sein Platzkontingent.

Kniffe Kofferpacken

Tipps und Tricks beim Packen

Alles griffbereit

Oft unterschätzt: Der zeitliche Aufwand fürs Einpacken. Räumen Sie in Ruhe und nach einem festen System ein. Denn wenn Sie wissen, wo sich alles befindet, können Sie nach Ihrem Aufbruch jederzeit Ihre Reservebrille oder den Kulturbeutel mit den Tabletten herausfischen, ohne den ganzen Koffer zu durchwühlen. Besonders nützlich bei Urlauben mit häufigem Quartierwechsel („Leben aus dem Koffer“).

simplify-Tipp: Nutzen Sie für besseren Überblick und Zugriff die Unterteilungen, die Ihr Gepäckstück zur Verfügung stellt. Bietet Ihr Koffer zu wenig davon, unterteilen Sie ihn selbst mithilfe von Aufbewahrungstaschen („Koffer-Organizer“). Die lassen sich auch nutzen, um in engen Unterkünften Ordnung zu halten. Marktführer ist Eagle Creek mit seinen Pack-itProdukten.

Knicke und Krumpeln vermeiden

Jeder weiß: Schwere Sachen gehören nach unten. Aber sobald Sie Ihren Koffer schleppen oder ziehen, ist nicht mehr der Kofferboden unten, sondern die Seite, die dem Griff gegenüberliegt. Bringen Sie dort also die schwersten Stücke (Waschbeutel, Bücher) unter. Sie möchten im Urlaub nicht nur im legeren Freizeitlook erscheinen? Dann falten Sie Hemden und Blusen so, dass der Kragen innen liegt. Knicke in Hosen vermeiden Sie, indem Sie die entlang der Bügelfalte zusammenlegen und dann zunächst so in den Koffer legen, dass die Hosenbeine abwechselnd links und rechts über den Kofferrand hängen. Darauf stapeln Sie Wäsche und Oberteile, um am Schluss die Hosenbeine einzuschlagen.

simplify-Tipp: Vermeiden Sie es, in letzter Minute noch das eine oder andere Stück für die Reise zu bügeln! Ist im Stoff noch Restfeuchtigkeit, sind Knitterfalten vorprogrammiert.

Die simplify-Alternative
Rollen Sie Ihre Kleidung, statt sie zu falten. Legen Sie Hosen, Röcke, Blusen, Hemden mutig aufeinander, und rollen Sie diese zu einer oder mehreren dicken Würsten zusammen, die Sie übereinandergestapelt im Koffer oder in der Tasche verstauen. Sie werden überrascht sein, wie glatt die meisten Stücke die Rollkur überstehen – und wie viel hineinpasst.

simplify-Tipp: Feine Tücher oder Schals wickeln Sie um eine leere Küchenpapierrolle, die Sie mit Socken o. Ä. vollstopfen.

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub
Ziehen Sie daheim beim Kofferauspacken Bilanz: Welche Dinge haben sich als überflüssig erwiesen (nicht nur wegen des unerwartet kühlen oder warmen Wetters)? Was haben Sie vermisst?

Flugticket

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

simplify-Tipp: Bauen Sie nicht darauf, dass Sie sich nächstes Jahr noch erinnern können. Überarbeiten Sie Ihre Liste lieber sofort am PC. Nehmen Sie immer wieder zu viel in den Urlaub mit? Dann streichen Sie einzelne Einträge nicht einfach, sondern fügen Sie der Liste Kommentare hinzu („Keine Jeans nötig, für kühle Abende genügt Zip-off-Hose“). Sehen Sie das nicht als lästige Arbeit, sondern wecken Sie dabei Ihre Vorfreude auf Ihre nächste Reise.

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

Weitere Tipps zum Thema: Stressmanagement beim Verreisen, einfacher unterwegs: Ferien und Geschäftsreisen ohne Stress

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Beziehungsprobleme bekämpfen: Die 4 apokalyptischen Reiter in Ihrer Beziehung und wie Sie sie vertreiben

Autor: Werner Deck am 27. April 2017
Beziehungsprobleme

Positive Partnerwahrnehmung

Ein einzelner Streit ist nicht schlimm. Eine gute Ehe kann Abstoßung und Anziehung, die emotionalen Pole jedes Paares, zusammenhalten. Wenn dagegen die negativen Kräfte in Verhalten und Kommunikation überhand nehmen, driftet das Paar auseinander.

Dieser zermürbende Prozess, bei dem sich die Beziehungsprobleme zunehmend verschlimmern, wird vorangetrieben von 4 Verhaltensweisen, die der Therapeut John Gottman die „4 apokalyptischen Reiter“ genannt hat:

Kritik, Verachtung, Abwehr und Mauern. Sie sabotieren Ihre positive Partnerwahrnehmung und gehören zu den größten Risikofaktoren einer Beziehung. Im schlimmsten Fall bringen sie ihr den Tod.

1. Reiter: Kritik

Herumnörgeln, Schuldzuweisungen und Anklagen, die über den konkreten Anlass hinaus den Partner persönlich treffen und ihn pauschal abwerten: „Du bist immer so geizig“, „Du hast nie Zeit“. Diese Strategie wird am meisten von Frauen eingesetzt, ohne dass sie ahnen, wie sehr sie damit ihrem Partner das Vertrauen entziehen und Beziehungsprobleme auslösen

2. Reiter: Verachtung

Es beginnt damit, dass die Bewunderung für den anderen (die dazu geführt hat, dass sich beide ineinander verliebt haben) verschwindet. Abschätzige Bemerkungen, subtiler Sarkasmus, bewusstes Verletzen, Beleidigungen und generelle Verurteilung des Partners („Von einem Versager wie dir kann man ja nichts anderes erwarten.“), verursachen tiefgreifende Beziehungsprobleme.

3. Reiter: Abwehr

Am Anfang einer Beziehung lässt man sich vom anderen gern einmal etwas sagen. Später lässt das nach. Man rechtfertigt sich, verleugnet den eigenen Anteil an Konflikten. Motto: Ich bin das Opfer, du bist der Täter, und deshalb muss ich zum Gegenangriff blasen. „Das Problem liegt bei dir und nicht bei mir.“

4. Reiter: Mauern

Abblocken und Nichtreagieren bis hin zur Gleichgültigkeit und Kälte, dann völliger Rückzug. In 85 % der Fälle ist es der Mann, der die Schotten dicht macht, den Raum verlässt oder scheinbar emotionslos verstummt. Dieses Verhalten wird von Frauen als äußerst verletzend empfunden.

Auch glückliche Paare kennen die 4 apokalyptischen Reiter. Sie sind aber fähig, deren dauerhaften Einzug zu verhindern. Lernen Sie von ihnen die beiden wirksamsten Waffen:

Rechtzeitiges Einlenken

In jeder Ehe wird mal genörgelt, verachtet, verleugnet und gemauert. Aber es werden auch immer Friedensangebote gemacht: „Ich liebe dich doch“, „Ich bin so froh, dass ich dich habe“. In schlechten Ehen werden diese Friedensangebote nicht wahrgenommen. Eine Studie ergab, dass bei später geschiedenen Paaren 82 % der Männer die Brückenschläge ihrer Frau ignorierten. 50 % der Frauen übergingen die ihres Mannes. In guten Beziehungen lag die Quote bei nur 19 % (Männer) und 14 % (Frauen).

simplify-Regel: Erhöhen Sie Ihre positiven Botschaften um das 4-Fache und gehen Sie auf jedes positive Signal des Partners ein.

Guter Blick zurück

94 % der Paare, die ihre gemeinsame Vergangenheit spontan positiv beschreiben, erwartet auch eine glückliche Zukunft. Unglückliche Paare konzentrieren sich auf die Fehler des Partners und erinnern sich nicht mehr an die glücklichen Phasen ihrer Beziehung.

simplify-Regel: Bewahren Sie so viele positive Details Ihrer Liebesgeschichte wie möglich. Schreiben Sie sie auf, eventuell auch gemeinsam. Fügen Sie regelmäßig neue glückliche Momente hinzu.

Soforthilfe für Männer

Liebe, Beziehung und Partnerschaft

Jeden Tag arbeite ich daran. Mehr oder weniger unzulänglich!

Nehmen Sie den Ärger Ihrer Frau ernst. Vermeiden Sie Konflikte nicht, sondern stellen Sie sich dem Problem. Beurteilen Sie nicht die Gefühle Ihrer Frau („Du bist zu empfindlich“), sondern respektieren Sie sie. Frauen weisen auf Probleme hin, um sie gemeinsam zu lösen.

Kritik heißt für sie: Lass uns etwas für die Beziehung tun. Gottmans Studien ergaben, dass eine gute Ehe mehr vom Ehemann abhängt. Sein Wir-Gefühl, seine gezeigte Zuneigung, seine Gesprächsbereitschaft und sein Bild der gemeinsamen Geschichte sind entscheidend. Tun Sie etwas für sie aus Liebe.

Soforthilfe für Frauen

Bringen Sie Ihre Beschwerden freundlich vor. Nageln Sie Ihren Mann nicht als den Schuldigen fest. Setzen Sie ihn nicht unter Druck. Hüten Sie sich vor unsachlichen Vorwürfen, die mit „Du“ anfangen, sie verletzen schnell die Persönlichkeit Ihres Mannes. Benutzen Sie nicht Wörter wie „nie“ oder „immer“. Zeigen Sie ihm Ihre Liebe.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

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Die Geld- und Spartipps der Millionäre

Autor: Werner Deck am 22. August 2016

20 Jahre lang haben Thomas Stanley und William Danko Millionäre interviewt – Menschen mit einem während ihres Arbeitslebens erwirtschafteten Nettovermögen von über 1 Million Dollar (also keine reichen Erben). Die folgenden Regeln fassen ihre Beobachtungen und die Spartipps, die sich daraus ergeben, zusammen.

Beschließen Sie, finanziell erfolgreich zu sein

Sparen

Die Spartipps der Millionäre

Das ist etwas anderes, als sich Geld zu wünschen, darauf zu hoffen oder sich danach zu sehnen. Finanzielle Unabhängigkeit ist keine Glückssache, sondern Ergebnis eines Plans. Auf dem Weg dorthin geht es in der Regel ziemlich anstrengend und unbequem zu. Millionäre sind Menschen, die dazu bereit waren.

Verstehen Sie, wie Geld funktioniert

Finanzwesen, Wirtschaft oder Investmentstrategien gehörten bei den wenigsten Menschen zu ihrer Ausbildung. Viele haben nicht einmal gelernt, wie sie ihr Konto ausgeglichen halten können. Um zu Geld zu kommen, müssen Sie etwas darüber wissen. Lesen Sie, besuchen Sie Kurse, nehmen Sie an Internet-Foren teil, treffen Sie sich mit finanziell erfolgreichen Menschen aus Ihrem Bekanntenkreis. Wenn Sie diesen der vielen Spartipps befolgen, können Sie realistischer planen und sie können selbstbewusster mit Ihrem Geld umgehen.

Klären Sie Ihre Beziehung zum Geld

Manche Menschen brauchen Geld zum Angeben, zum Prassen, zum Einkaufen. Andere schätzen am Geld das Gefühl der Sicherheit, der Macht, der Möglichkeiten, der Erotik. Was auch immer Ihre Beziehung zum Mammon ist – machen Sie sich Ihre Einstellung ehrlich klar. Niemand wird durch Geld ein besserer Mensch, im Gegenteil: Rechnen Sie damit, dass Ihre unangenehmen Eigenschaften um so stärker ans Tageslicht drängen.

Setzen Sie sich Ziele

Ziele, die für Sie eine Herausforderung, aber nicht unrealistisch sind. Am wichtigsten: Fordern Sie sich heraus, indem Sie sich ein festes Datum setzen, an dem alle Ihre Schulden und Kredite getilgt sein werden. Akzeptieren Sie keine Kredite mit Tilgungsaussetzung, sondern bauen Sie Schulden stets kontinuierlich ab. Verpflichten Sie sich, am Monatsbeginn einen festen Betrag zurückzulegen. Spartipps wie dieser erfordern zwar viel Geduld und Durchhaltevermögen, der Erfolg fühlt sich dann aber umso besser an.

Erstellen Sie ein Budget

Ein Etatplan ist eine Kombination aus Träumen und Anstrengungen. Setzen Sie sich feste Beträge für schöne, auch unnütze Dinge. Schützen Sie sich vor Impulsanschaffungen und Kaufrauschphasen. Ein Etatplan ist Ihre Landkarte zum Ziel. Ohne Karte gehen Sie verloren!

Reduzieren Sie Ihre Ausgaben

Für viele erstaunlich: Zuerst der Plan, dann das Sparen. Wenn Sie dank Ihres Budgetplans Kontrolle über Ihr Geld bekommen, haben Sie mächtige neue Gründe, Ihre alltäglichen Ausgaben zu senken. Stanley und Danko stellten erstaunt fest: Fast alle Millionäre leben „unter ihren Verhältnissen“.

Investieren Sie

geben Sie

Investieren und Steuern sparen

Geld ausgeben oder mit Geld spekulieren – beides Wege ins Unglück. Es kann auch ein Fehler sein, das eigene Einkommen zu steigern, denn damit zahlen Sie auch mehr Steuern. Geld, das auf Ihr Konto fließt, wird leicht ausgegeben. Millionäre kauften Aktien, Immobilien oder Firmenanteile. Folgen Sie solchen Spartipps, investieren Sie in Aktivposten, die im Wert steigen – und die nicht so leicht schnell mal zu veräußern sind.

Sparen Sie Steuern

Aber nicht, indem Sie für fragwürdige Anlagen (Medienfonds, Schiffsbeteiligungen) neue Schulden machen. Helfen Sie mit Ihrem Geld, spenden Sie an humanitäre Organisationen, und reduzieren Sie dadurch Ihre Steuerlast. Lassen Sie sich helfen, zum Beispiel von Steuerberatern – deren Honorare sind ebenfalls von der Steuer absetzbar.

Vermeiden Sie den Geiz

„Die meisten Menschen werden nicht reich, weil sie all ihr Geld für sich behalten.“ Die Lehre aus diesem Sprichwort: Teilen Sie Ihren Besitz, investieren Sie in die Gemeinschaft, seien Sie gastfreundlich und großzügig. „Wir haben auch geizige Millionäre getroffen,“ stellten Stanley und Danko fest, „aber es waren wenige, und mit keinem von ihnen wollten wir tauschen.“

Weitere Gedanken finden Sie in dem englischen Buch: Thomas Stanley and William Danko, The Millionaire Next Door, Pocket Books.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

Der klare Weg zum Glücklichsein: So befreien Sie sich aus der Opferrolle

Autor: Werner Deck am 25. August 2015
Landschaft

Den Lebenstraum verwirklichen

„Meinen Lebenstraum verwirklichen? Aber ich kann doch nicht auf einer Südseeinsel wohnen!“ – „Einen besseren Beruf suchen? Aber doch nicht jetzt, in diesen Zeiten der Arbeitslosigkeit!“

Sie haben Ihr Leben, so wie es jetzt ist, frei gewählt. Das ist die zentrale These des Unternehmensberaters und Universitätsdozenten Reinhard K. Sprenger. Die meisten Menschen fühlen sich als Opfer der Sachzwänge. Sprenger hält dagegen: Sie können alles tun, Sie müssen nur einen Preis dafür zahlen. Was die meisten für Sachzwänge halten, ist in Wahrheit ein Preisvergleich.

Auf die Spitze getrieben bedeutet das für die Persönlichkeitsentwicklung: Wer sagt „Ich kann nicht“, der will nicht.

So werden Sie vom Opfer zum freien Menschen

auf andere zeigen

Vom Opfer zum freien Menschen

Viele Menschen verpassen in ihrem Berufs- oder Privatleben den Zeitpunkt, an dem der Preis für das Sprengen der Fesseln noch niedrig war. Hier 6 Schritte, mit denen Sie sich aus der Opferrolle befreien können.

1. Stoppen Sie alle Ausreden

„Auf der Autobahn war ein Stau.“ – „Das Telefon hat mich aufgehalten.“ – „Der Strom war ausgefallen.“ – „Ich war im Stress.“ Gewöhnen Sie sich solche Sätze ab. Stehen Sie auch bei von außen kommenden Katastrophen zu dem Anteil, den Sie dabei verantworten: „Ich bin zu spät losgefahren.“ – „Ich hatte nicht die Kraft, den Kunden auf später zu vertrösten.“ – „Ich habe vergessen, die Daten auf meinem PC rechtzeitig zu sichern.“ – „Ich habe zu viele Aufträge angenommen.“

Übernehmen Sie die Verantwortung für alles, was Sie tun und was Ihnen „widerfährt“. Sie werden sehen: Die Reaktion der anderen wird nicht kritischer ausfallen als bei den alten Ausreden. Sie selbst aber sind stärker und froher.

2. Sagen Sie nicht mehr „Ich muss“, sondern „Ich will“

Wenn das in bestimmten Situationen zu schroff klingt, ersetzen Sie es durch „Ich möchte“: „Ich möchte unser Gespräch jetzt beenden.“ Diese kleine Änderung des Sprachgebrauchs hat gravierende Auswirkungen auf Ihr inneres Bild von sich selbst und auf Ihre Persönlichkeitsentwicklung. Nachteil: Sie wirken nicht mehr so „nett“. Aber bedenken Sie: Was Sie selbst an sich als freundlich und sympathisch empfanden, kam bei anderen Menschen vielleicht als schwach und feige an.

3. Versuchen Sie nicht, sondern tun Sie

Wenn Ihnen eine Aufgabe übertragen wird, sagen Sie nicht: „Ich will’s versuchen.“ Wer versucht, will Verantwortung vermeiden und schwächt sich selbst: Er nimmt das Scheitern vorweg. Letztlich gibt es für eine Tat keinen Ersatz. Sie tun es, oder Sie lassen es. Sagen Sie gerade heraus, für welches von beidem Sie sich entscheiden.

4. Werden Sie Herr über Ihre Zeit

Zeit

Herr über die eigene Zeit

Sie gehört Ihnen! Lassen Sie sich nicht von anderen oder von „Sachzwängen“ diktieren, wofür Sie Ihre Zeit aufwenden sollen. Wenn Sie zu jemandem sagen: „Keine Zeit!“, dann bedeutet das: „Keine Zeit für dich. Anderes ist mir im Moment wichtiger.“

Erstellen Sie eine „Hitliste“ der 10 Tätigkeiten, die Ihnen in Ihrem Leben am wichtigsten sind. Schreiben Sie daneben die „wirklichen Top 10″: womit Sie Ihre Zeit Tag für Tag in Wirklichkeit verbringen. Herr über die Zeit zu sein bedeutet: Bringen Sie die „wirklichen Top 10″ in Einklang mit der Was-mir-wichtig-ist-Hitliste.

5. Seien Sie nicht die anderen

Verantwortung für das eigene Leben bedeutet nicht, zu einem herzlosen Egoisten zu werden. Zum Erwachsenwerden gehört es aber, auf eigenen Füßen zu stehen und die Erwartungen der anderen als das zu sehen, was sie sind: die Erwartungen anderer. Die Entscheidung, ob Sie die Erwartungen anderer erfüllen wollen, liegt bei Ihnen. Sie müssen und können den Preis hinterfragen, den Sie dafür zahlen müssen. Folgen Sie dem Gebot „Mach’s anderen recht!“ niemals automatisch.

Sie machen sich zum Spielball der anderen, wenn Sie denken, dass man Sie nicht mehr mag, sobald Sie deren Erwartungen nicht entsprechen. Sie sind nicht auf der Welt, um die Erwartungen anderer zu erfüllen!

6. Bedenken Sie: Leiden ist leichter als handeln

Handeln

Bedenke: Leiden ist leichter als handeln

Eine grausame Wahrheit. Heruntergeschluckter Ärger macht krank. Deswegen meinen viele, es käme darauf an, die „Gefühle rauszulassen“. Viel schlimmer als unterdrückte Gefühle aber ist unterdrücktes Handeln. „Ich kann nicht“ und „Ich habe keine Wahl“ ist eine Art Selbsthypnose, die das notwendige Tun unterdrückt.

Viele Menschen handeln nicht, weil sie Angst vor eventuellen Verletzungen haben. Doch nur wer sich entschließen kann, besiegt den Schmerz. Nur wer bereit ist, etwas zu verlieren, kann gewinnen. Nur wer aus der bequemen Opferrolle herauskommt, findet zur Freiheit.

Zum Weiterlesen empfohlen: Reinhard K. Sprenger, „Die Entscheidung liegt bei dir“.

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

Schutz vor Einbrechern: Wie Sie Ihr Haus und Heim vor Dieben schützen können

Autor: Werner Deck am 4. August 2015

Der Kriminalist Scott Decker interviewte über 100 Einbrecher, um herauszufinden, wie man Langfingern das Leben möglichst schwer machen kann. Hier seine wichtigsten Erkenntnisse.

Der klassische Einbrecher …

Einbrecher

Der klassische Einbrecher

… ist nicht der James-Bond-mäßig ausgerüstete Profi. Wohnungseinbrecher sind meist Gelegenheitstäter, die sich schon durch einfache mechanische Sicherungen abschrecken lassen. Jeder 3. Einbruch bleibt deswegen im Versuch stecken. Die klassische Einbruchszeit ist auch nicht die Nacht, sondern tagsüber zwischen 9 und 15 Uhr. Durch Klingeln, Anrufen oder Beobachten checkt der Täter, ob jemand zu Hause ist.

Hauptweg: Fenster
Der einfachste Weg in ein Haus führt über halb offene Fenster alter Bauart. Neuere Fabrikate sind in gekipptem Zustand nur mit Mühe von außen zu öffnen. Fenster, Haus- und Balkontüren sind inzwischen in Sicherheitsklassen eingeteilt. Die der höchsten Stufe 3 sind auch von speziell ausgerüsteten Einbrechern kaum zu knacken.
simplify-Extra-Tipp: Spielen Sie einmal Einbrecher. Verschließen Sie Ihre Familie im Haus und versuchen Sie einzudringen. Das offenbart schnell die Schwachstellen Ihres Gebäudes und – noch wichtiger – macht Ihre Kinder sicherheitsbewusster. Haben die einen solchen Pseudo-Einbruch einmal erlebt, werden sie in Zukunft mehr darauf achten, alle Fenster und Türen zuzusperren.

Vorsicht bei fremden Besuchern …

Unbekannte

Keine fremden Besucher

Bei vielen Einbrüchen kannten die Diebe den Tatort von einem vorherigen Besuch. Sie wussten, wo es was zu holen gibt, wo der günstigste Einstieg und der beste Fluchtweg ist. Darum: Lassen Sie keine Ihnen unbekannten Menschen in Ihre Wohnung und erlauben Sie ihnen keinesfalls, auf eigene Faust herumzugehen.
simplify-Extra-Tipp:Sind Ihre Kinder im Teenager-Alter, sollten sie bei der Auswahl ihrer Partygäste besonders vorsichtig sein. Keine „Jeder-kann-kommen“-Feten! Viele Einbrüche Jugendlicher, mit denen Geld für Drogen beschafft werden soll, kommen so zu Stande.

.. neugierigen Dienstleistern …
Eine beliebte Informationsquelle für Einbrecher sind Mitarbeiter von Zustelldiensten. Seien Sie freundlich, aber versorgen Sie solche Menschen nicht mit leicht hingesagten Sätzen wie „Schön, dass Sie heute kommen. Ab morgen sind wir für 3 Wochen im Urlaub.“

… und eigenartigen Anrufern
Viele Einbrecher rufen vorher an. Sie geben sich als Vertreter oder Meinungsforscher aus und fragen freundlich an, wann Sie Zeit für ein längeres Telefonat hätten. Einziger Zweck des Anrufs: herausfinden, wann Sie nicht da sind.

Was gern gestohlen wird
Der Satz „Bei mir gibt es nichts zu holen“ ist gefährlich. Fast jeder unterschätzt die Werte, die er zu Hause hat. Und die wenigsten Einbrecher wissen im Voraus, ob es sich lohnt. Klassiker wie Stereoanlagen oder Gemälde sind bei Dieben kaum noch gefragt. Heute suchen sie nach Juwelen, Uhren, Bargeld, Waffen und Arzneimitteln – also eher kleineren Gegenständen, die sie unauffällig außer Haus schaffen können.
simplify-Extra-Tipp: Verstecken Sie solche Sachen gut. Die besten Räume dafür sind Kinderzimmer und Keller. Dort vermuten Diebe Wertsachen am wenigsten. Waffen müssen sowieso in einen Spezialschrank.

Mehr sein als scheinen
Ziehen Sie die Aufmerksamkeit nicht zu stark auf sich. Wenn Sie weithin sichtbar das am prachtvollsten ausgestattete Haus in der Straße haben, sind Sie das bevorzugte Ziel für Einbrecher.
simplify-Extra-Tipp:Vermeiden Sie jedoch auch das andere Extrem. Sieht Ihr Eingangsbereich zu verlottert aus, wirkt das anziehend auf Gelegenheitsdiebe („Die Leute hier passen ja auf gar nichts auf“).

Dezent konsumieren
Bringen Sie Wertsachen unauffällig ins Haus. Tragen Sie z. B. einen neuen DVD-Player nicht zu offen sichtbar in der Originalverpackung durch die Tür. Diebe werden nicht unbedingt dieses Gerät klauen, aber Neuanschaffungen sind ein Zeichen, dass es bei Ihnen viel zu holen gibt.
simplify-Extra-Tipp: Stellen Sie die Verpackung neuer Geräte nicht sichtbar vors Haus. Das wirkt wie eine Aufforderung zum Klauen. Kaufen Sie eine Alarmanlage – spätestens dann, wenn Sie einen Einbruch erlebt haben. Wer einmal zum Ziel auserkoren wurde, wird es meist noch ein 2. Mal. Vermeiden Sie alle Anzeichen dafür, dass Sie nicht zu Hause sind. Schließen Sie das Garagentor immer, wenn kein Auto drinsteht.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

So hilft Ihnen die Weisheit des Klosterlebens im Alltag

Autor: Werner Deck am 5. Mai 2015
Fresco im Konvent von San Marco

Benedikt von Nursia

Vor rund 1500 Jahren schrieb der Klostergründer Benedikt von Nursia (480-547) seine „Regel für das Zusammenleben von Mönchen“.

Seine große Menschenkenntnis und Gottesliebe sind in den Text eingeflossen und haben diesem zeitlose Gültigkeit gegeben.

Die Regel ist von unzähligen Menschen innerhalb und außerhalb des Klosters erprobt worden und enthält erstaunlich moderne Lebensweisheiten für ein einfaches und erfülltes Leben.

Faulheit ist kein Kavaliersdelikt

Ich mache nichts

Faulheit

Sei nicht träge.

Für Benedikt ist Trägheit ein Mangel an innerer Verpflichtung, bei der man die Initiative und den größten Teil der Arbeit den anderen überlässt, also letztlich auf deren Kosten lebt.

Wer auf diese Weise Problemen aus dem Weg geht, geht selbst keinen Weg mehr. Die Lösung heißt: Verweigern Sie sich nicht länger passiv, sondern bringen Sie sich aktiv ein.

Hören Sie auf zu jammern

Jammern

Nicht jammern

Vor allem darf niemals das Laster des Murrens aufkommen, in keinem Wort und in keiner Andeutung.

Ganz egal, wie alt oder benachteiligt Sie sind: Jammern, meckern, maulen und über die Schlechtigkeit der anderen herziehen – das ist Gift für die eigene Seele und für die Beziehungen.

Für Benedikt ist dieses „Murren“ besonders destruktiv. Sein Tipp: Schleichen sich schlechte Gedanken ein, packe sie, und zerschmettere sie sofort an Christus.

Sorgen Sie für ein besseres Miteinander der Generationen

besser gemeinsam

Alt und Jung

Die Älteren ehren und die Jüngeren lieben.

Wieder ein echter simplify-Tipp. Einem älteren Menschen gegenüber sollten Sie immer Respekt wahren, auch wenn Sie völlig anderer Meinung sind als er. Dadurch wird er mit seiner Lebenserfahrung, seinem Wissen, seinen Verletzungen und Verlusten ernst genommen.

Zeigen Sie jüngeren Menschen vor allem, dass Sie sie so mögen, wie sie sind. Das ist gut fürs Zusammenleben, besonders auf Familienfesten.

Fragen Sie andere um Rat, auch Jüngere

auch jüngere fragen

Fragen

Sind wichtige Fragen zu behandeln, berate dich auch mit anderen, weil der Herr oft einem Jüngeren offenbart, was das Beste ist.

Treffen Sie die endgültige Entscheidung jedoch selbst.Übernehmen Sie dafür die volle Verantwortung.

Wer um Rat gefragt wird, sollte seine Meinung sagen, danach aber Zurückhaltung üben.

Streiten Sie – bis Sonnenuntergang

nur bis Sonnenuntergang

Streiten Sie

Streite, aber liebe den Streit nicht.

Hast du dich mit jemandem entzweit, schließe vor Sonnenuntergang Frieden.

Es wäre unnatürlich und ungesund, Streit zu vermeiden. Ein ehrlicher Streit kann viel klären. Denken Sie aber auch daran, ihn rechtzeitig zu beenden. Das sorgt für guten Schlaf und ein frohes Erwachen.

Finden Sie das richtige Arbeitsmaß

Richtiges Arbeitsmaß

Richtiges Arbeitsmaß

Vom Küchendienst ist keiner ausgenommen. Den Schwachen aber gib Gehilfen, damit sie ihren Dienst verrichten können, ohne traurig zu werden.

Für Benedikt sind alle Arbeiten gleich viel wert. Vom Küchendienst beispielsweise war niemand ausgenommen. Wenn jemand etwas nicht alleine schaffte, dann bekam er Unterstützung, damit er nicht traurig wurde.

Bitten Sie auch selbst um Hilfe, und organisieren Sie sich welche, vielleicht auch nur stundenweise beim Zeitarbeitsdienst. Sich zu überarbeiten ist keine Tugend.

Werden Sie zu einer Führungspersönlichkeit

leitende Position

Führungspersönlichkeit

Der Abt sei uneigennützig, nüchtern, barmherzig, maßvoll und liebevoll in der Kritik anderer, selbstkritisch, furchtlos und besonnen.

Für Menschen in leitenden Positionen ist es laut Benedikt wichtiger, vorzusehen, statt vorzustehen. Sie sollten ein Wissen besitzen, aus dem man Altes und Neues hervorholen kann, also je nach Anforderung innovativ oder bewahrend sein.

Tauchen Probleme und Fehler auf, dann lasse diese nicht wuchern, sondern schneide sie klug und liebevoll heraus, wie es dem Einzelnen hilft. Ein kluger Chef überfordert und unterfordert sein Team nicht:

Er ordne alles mit Maß, damit die Starken finden, was sie suchen, und die Schwachen nicht weglaufen.

Leben Sie freigebig

geben Sie

Freigiebig

Wer nichts hat, was er geben könnte, schenke wenigstens ein freundliches Wort, denn das geht über die beste Gabe.

Ein Hoch auf die Einfachheit! Großzügigkeit ist keine Frage des Geldbeutels, sondern des Herzens.

Zum Weiterlesen: „Die Benediktsregel. Eine Anleitung zu christlichem Leben“

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

simplify-Tipp: Flugangst überwinden und entspannt fliegen

Autor: Werner Deck am 21. August 2014

Dazu kann ich aus eigener Sicht und Erfahrung etwas beitragen. Als junger Mensch mehrfach geflogen, bekam ich plötzlich bei einem Flug, ohne besonderen Anlass, Flugangst. Zuerst dachte ich, dasss das wieder verschwindet, wie z.B. ein Husten. Das war aber leider nicht so. Flog dann noch einmal, die Angst nahm grundlos zu und danach bin ich ca. 30 Jahre nicht mehr geflogen.

Flugangst

Seminar gegen Flugangst bei Lufthansa

Dieser Zustand ging mir aber immer mehr auf den Wecker. Zwar beschäftigte ich mich mit der Flugangst, las schlaue Bücher und schaute dazu diverse Videos. Theoretisch ist das nicht zu schaffen, sagte ich mir.

Deshalb buchte ich bei der Lufthansa im Jahr 2003 ein Seminar gegen Flugangst. Das Seminar dauerte zwei Tage und schloss mit einem Übungsflug, von Frankfurt nach Berlin und zurück, ab. Alle Infos dazu mit dem Link und/oder einem Klick auf die Grafik links.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Ich war/bin begeistert. Das Seminar hat mir super geholfen. Jetzt bin ich begeisterter Flieger, fliege ohne jede Angst und war seither u.a. in Brasilien, Argentinien, Paraguay, Mallorca, Griechenland, Dubai, Florida, Sizilien etc., um nur einige weinge Flugziele zu nennen.

Flugangst

Keine Flugangst mehr, auch bei Flügen von 11 oder 12 Stunden, z.B. nach Brasilien

Als heute angstloser Flieger kann ich jedem „Flugangsthasen“ ein solches Seminar nur bestens empfehlen. Jetzt der simplify-Tipp:

Flugangst überwinden und entspannt fliegen

Jeder dritte Fluggast leidet mehr oder weniger stark unter Flugangst (so eine Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach). Falls auch Sie zu denjenigen gehören, die nur mit ungutem Gefühl im Magen oder Schweiß auf der Stirn fliegen, hier einige nützliche Tipps des Psychotherapeuten Rudolf Krefting.

Ruhiger treten
Wer weniger Stress hat, hat weniger Angst. Wer entspannt ist, empfindet gar keine. Senken Sie deshalb einige Tage vor dem Flug bewusst Ihren Stresspegel, indem Sie weniger Termine annehmen und Stresserzeuger (ein schwieriges Gespräch, ein unangenehmer Auftrag) auf die Zeit nach dem Flug verlegen.

Bewegung und Entspannung
Lösen Sie Ihre Spannungen, indem Sie sich abends bewegen. Eine Runde Fahrradfahren, Walken oder ein Besuch in der Muckibude lenken Ihre Energie in gesunde Bahnen und die Flugangst kann nicht so leicht ausbrechen.

Ihre Muskeln lockern Sie gut mit der Jacobson-Methode: Spannen Sie die verschiedenen Muskeln (Finger, Ellbogen, Oberarme, Mund, Augenbrauen, Waden usw.) jeweils 10 bis 15 Sekunden lang an und lassen Sie dann langsam los. Sie werden spüren, dass der körperlichen Entspannung mit der Zeit auch eine geistige folgt. Diese Übung können Sie auch im Flugzeug durchführen: Krallen Sie Finger oder Fußzehen einige Sekunden lang fest zusammen und lassen Sie sie dann bewusst wieder los.

Positive Selbstsuggestion
Malen Sie sich bei diesem Persönlichkeitstraining in Gedanken nicht den schlimmstmöglichen Ausgang Ihrer Reise aus. Die meisten Flugunfälle passieren in der Phantasie und nicht in Wirklichkeit. Denken Sie lieber daran, dass das Flugzeug eines der sichersten Verkehrsmittel ist. Statt zu unken: „Ich werde bestimmt wieder Angst haben“, sagen Sie sich:„Ich brauche keine Angst zu haben.“ Dieser positive Gedanke beruhigt Sie. Besetzen Sie auch die Zeit, die Sie im Flieger verbringen werden, positiv. Was möchten Sie während des Fluges machen? Sie sind immerhin eine Weile völlig ungestört. Packen Sie sich ein Buch ein, das Sie schon länger lesen wollten, oder einen Walkman mit Ihrer Lieblingsmusik. Sehen Sie es positiv, dass Sie die Kontrolle an den Piloten und die anderen Profis abgeben können: Sie müssen sich um nichts mehr kümmern, nur noch um Ihr Wohlbefinden.

Aufregung akzeptieren
Beruhigen Sie sich am Morgen des Fluges damit, dass Ihre Aufregung ganz normal ist. Sie können mit dem richtigen Persönlichkeitstraining etwas tun, um zu verhindern, dass sie stärker wird. Nehmen Sie sich 10 Minuten Zeit, um sich nach Jacobson systematisch zu entspannen. Auch wenn es Ihnen schwer fällt, sollten Sie frühstücken. Wählen Sie Nahrungsmittel, die leicht verdaulich sind und Ihren Körper nicht zu stark belasten. Trinken Sie vor dem Abflug keinen Kaffee und keinen Alkohol. Beides steigert unnötig Ihre Erregung. Führen Sie sich vor Augen, dass Sie schon andere schwierige Situationen in Ihrem Leben erfolgreich gemeistert haben.

Zeit einplanen
Planen Sie ausreichend Zeit für den Weg zum Flughafen ein. Hektik ist Gift! Schlendern Sie in aller Ruhe durch die Duty-Free-Zone. Lenken Sie sich durch Spiele oder interessante Lektüre ab. Beginnen Sie Gespräche mit anderen Fluggästen. Informieren Sie schon beim Einsteigen die Flugbegleiter, dass Sie zur großen Gruppe der Flugängstlichen zählen. Bekunden Sie z.B. Ihr Interesse, das Cockpit zu besichtigen.

Wissen hilft
Informieren Sie sich über das Flugzeug und die Flugtechnik aus erster Hand. Wer von einem Flugtechniker erklärt bekommt, dass die Triebwerke je nach Flugsituation ganz unterschiedlich arbeiten, findet Veränderungen im Geräuschpegel nicht mehr so beunruhigend. Wer nachliest, dass die Tragflächen einer Boeing 747 an ihren Spitzen um 8 Meter nach oben und 4 Meter nach unten biegbar sind, findet den Blick auf „wackelnde Flügel“ weniger beängstigend und Sie stechen Ihre Flugangst mit Vernunft aus.

Ruhig atmen
Angst löst im Körper eine Stressreaktion aus, die ihn leistungsfähiger macht für den Kampf oder die Flucht. Das ist seit Urzeiten so, nur können Sie heute die Stresshormone nicht mehr durch Wegrennen oder einen Ringkampf abbauen. Die schnelle, flache Stress-Atmung, früher sinnvoll, verursacht jetzt zu viel Sauerstoff und zu wenig Kohlendioxid im Blut. Die Folgen: Muskelverspannungen und Schwindelgefühl.

Regulieren Sie Ihre Atmung mit folgender Übung: Holen Sie Luft und atmen Sie aus. Zählen Sie, bevor Sie wieder einatmen, langsam von 1 bis 6. Machen Sie das 2 Minuten lang. Sie werden staunen, wie ruhig Sie werden.Wenn Sie Ihre Atmung gar nicht in den Griff kriegen, hilft es auch,wenn Sie sich eine Plastiktüte vor Mund und Nase halten und Ihre verbrauchte, kohlendioxidreiche Luft wieder einatmen.

Nur noch gebraucht erhältlich: Rudolf Krefting/Ahmet Bayaz, Entspannt fliegen. Strategien gegen die Flugangst

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.