Facebook- „Freund“ will Geschäftsanbahnung: Dreist, frech oder beides? Ein besonderes Erlebnis der ärgerlichen Art

Erstellt am 24. Januar 2018 von

Diese ärgerliche Geschichte geht so.

Montag, 22. Januar, morgens eine Facebook-Kontaktanfrage erhalten. Kenne den Kontakt nicht. In einem solchen Fall schaue ich mir kurz das Profil und die gemeinsamen Freunde an.

War „unverdächtig“, dehalb den Kontakt angenommen. Schon wenige Minuten (!!!) später die Einladung, seine Firmenseite zu liken. In diesem Moment dachte ich schon etwas missgestimmt, wieder zu entfreunden.

Musste aber zu Terminen weg. Als ich zurückkam, war bereits schon ein Anruf auf dem AB, eben von diesem Facebook-Kontakt. Hier können Sie sich den Anruf anhören, lohnt sich.

Danach schaute ich mir kurz „seine“ Facebook-Firmenseite an. Ist ein Softwareunternehmen, Software für u.a. Malerbetriebe und „mein“ Facebook-Kontakt ist dort Vertriebsleiter. Ein Schelm, wer glaubt, dass das etwas Wichtiges für mich ist. Nämlich schon oft erlebt.

Schon am Dienstagmorgen, 23. Januar, schrieb mich dieser aufdringliche Typ über den Facebook-Messenger an und bat erneut um Rückruf. Meine Antwort war, wenn es irgendwie um Vertrieb geht, erübrigt sich das Gespräch. Es ginge nicht um Vertrieb, war seine Antwort. Also vereinbarte ich den Rückruf für heutigen Mittwoch.

Glatte Lüge

Es geht angeblich nicht um Vertrieb

Als höflicher Mensch rief ich also den Facebook-Kontakt an. Am Telefon hatte ich den typischsten Verkäufer aller Verkäufer, der mich sofort endlos zuschwallte. Ich mache es kurz, was er wollte:

Mache ich grundsätzlich nicht

Satte Provision für mich

Meinen Franchise-Partnern soll ich seine Software (u.a. für Malerbetriebe) empfehlen (die ich gar nicht kenne und auch nicht beabsichtige, kennzulernen).

Er oder ein Vertriebsmitarbeiter würde meine Partner mit dieser Empfehlung kontaktieren.

Kauft ein Franchise-Partner die Software, bekomme ich eine satte Provision. Meine Antwort war, dass ich so etwas grundsätzlich nicht mache.

Das konnte der Superverkäufer nicht verstehen, schließlich könne ich doch damit leichtes Geld verdienen. Dann wollte er noch den Grund meiner Ablehnung wissen. Hallo?

Wütend

Hallo, geht´s noch

Es müsse ihm bitte genügen, das ich das eben grundsätzlich nicht mache, ob er das jetzt endlich verstanden hätte, war meine Antwort.

Dann wurde der Supervertriebsleiter sehr sauer und beendete, mit der knappen und schnippischen Bemerkung, „Das war ein sehr einseitiges Gespräch, auf Wiederhören!“, das Gespräch.

Anschließend „entfreundete“ und blockierte ich diesen Typen! 🙁

Das scheint er noch nicht erlebt zu haben. Schließlich empfehle ich meinen Franchise-Partnern nicht irgend etwas, nur weil ich dafür Geld bekomme. Eherner Grundsatz!

Es geht (mir) eben auch um Werte wie Moral, Vertrauen, Ehrlichkeit, Integrität, Menschlichkeit, Aufrichtigkeit, Seriosität, Wertschätzung und Respekt.

Nun überlege ich mir noch eine Abmahnung, wegen der verbotenen telefonischen Kaltakquise.


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