Kategorie: simplify-Tipps

Neun kleine Simplifyer, mit denen Sie den Unterschied machen

Autor: Werner Deck am 18. September 2015

Es sind die kleinen Dinge, die zählen. Jeden Tag beeinflussen Sie durch zigtausend kleine Entscheidungen, ob der Tag lahme Routine oder ein erfüllendes Ereignis für Sie wird. Hier entscheidende Schritte auf dem Weg zu Ihrem persönlichen Glück.

1. Danke sagen

Danke

Vielen Dank

Dankbarkeit ist eine Kraft, die alle verwandelt: den Geber, den Empfänger und Ihre komplette Umgebung. Sagen Sie „Danke“ zu jedem, der etwas für Sie tut, und sei diese Tätigkeit noch so klein. Sagen Sie es auch, wo man es normalerweise nicht tut.

Sagen Sie leise auch „Danke“ zu denen, die es gar nicht hören können: zum Geldautomaten, Ihrem Auto, dem Wetter, Ihren Kollegen, Ihrem Partner. Beginnen Sie damit noch innerhalb der nächsten Minute.

2. Vortritt lassen

Wenn Sie mit dem Auto fahren, machen Sie es sich zum eisernen Prinzip, andere vorzulassen: einen Fußgänger, auch wenn er die Straße an der falschen Stelle überqueren will (sofern Sie dadurch nicht selbst den Verkehr gefährden); einen anderen Autofahrer, auch wenn er drängelt. Lassen Sie an der Supermarktkasse jemanden vor, der nur ein paar Waren kaufen möchte. Warten Sie geduldig, bis ein älterer Mensch umständlich seine Geschichte erzählt hat. Solche Winzigkeiten verbessern Ihr Gespür für Gemeinschaft enorm. Sie werden mitfühlender – und senken Ihren persönlichen Stresslevel. Das sind große Gewinne im Vergleich dazu, dass Sie dadurch im Laufe eines Tages ein paar Minuten „verlieren“.

3. Loben

Gut gemacht

Loben

Jeder weiß, wie schön es ist, anerkannt zu werden. Trotzdem fürchten viele, mit zu viel Lob andere zu verwöhnen und „die Preise zu verderben“. Keine Sorge – es wird allgemein eher zu wenig Positives gesagt!

Loben Sie spezifisch. Sagen Sie nicht einfach „super!“, sondern genauer: „Sie haben mich als Gastgeber so wunderbar mit den anderen Gästen ins Gespräch gebracht.“ – „An unserem Tisch hast du wirklich mit viel Geduld gearbeitet, sodass er jetzt wie neu aussieht. “

4. Trinkgeld geben

Trinkgeld geben

Trinkgeld

Geben Sie großzügig, aber nicht protzig. Alle Trinkgelder eines Monats zusammengenommen sind kein wirklich großer Betrag. Groß ist dagegen der Effekt: Sie erfreuen Ihre Umgebung, helfen der Volkswirtschaft und fühlen sich selbst reich und großzügig. Das macht Sie selbst seelisch und körperlich gesünder. Sind Sie mit dem Service unzufrieden, protestieren Sie nicht wortlos durch Trinkgeldentzug, sondern sagen Sie, was Sie gestört hat.

5. Zuhören

Sie sind mit einem Mund, aber 2 Ohren auf die Welt gekommen. Benutzen Sie beides in diesem Verhältnis. Wer zuhören kann, wird als charmant und sympathisch empfunden.

6. Zähne pflegen

Zähne putzen

Zähne pflegen

Auf der Skala der Dinge, die einen Menschen unsympathisch machen, steht Mundgeruch sehr weit oben. Beugen Sie dem vor: Benutzen Sie morgens und abends eine gute elektrische Zahnbürste (Ultraschall), abends zusätzlich Zahnseide oder eine Zahnzwischenraumbürste.

Lassen Sie 2-mal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung durchführen (auch wenn die Krankenkasse das nicht bezahlt). Damit tun Sie übrigens nicht nur etwas für Ihre Zähne, sondern auch für Ihre allgemeine Gesundheit: Gute Zähne machen Sie biologisch bis zu 8 Jahre jünger.

7. Müll aufheben

Nicht nur Ihren eigenen, sondern auch den Müll anderer, den Sie herumliegen sehen. Entsorgen Sie alles korrekt. Dadurch verbessern Sie die Gesamtgesundheit unseres Planeten und geben dem Ort, den Sie gerade gesäubert haben, eine Bedeutung. Sie verändern so aber auch Ihr Verhältnis zu Ihren Mitmenschen: Statt sich auf die nervige (und meist vergebliche) Suche nach dem Schuldigen zu machen („Ich war das aber nicht“), tun Sie etwas, das die Welt für alle etwas schöner macht. Bringen Sie auch Ihren Kindern bei, sich so zu verhalten.

Höflich sein

Höflich

8. Höflich sein

Gute Manieren sind das Schmieröl einer Gesellschaft. Klagen Sie nicht über den Verfall der guten Sitten oder die Verrohung der Sprache, sondern gestalten Sie die Welt durch Ihr Vorbild.

Vermeiden Sie zotige Ausdrücke und Witze auf Kosten anderer. Verhalten Sie sich wie ein britischer Adliger: Antworten Sie auch unhöflichen Menschen auf stilvolle Weise.

9. Teilen

Tun Sie das mit Ihren Keksen, Ihrer Aufmerksamkeit, Ihrem Geld, Ihrem Wissen, Ihrer Zeit. Jeder Mensch hat etwas, von dem er anderen abgeben kann. Wer gibt, ist reich. Die Schöpfung ist verschwenderisch ausgestattet. Es ist genug für alle da – es ist nur furchtbar ungleich verteilt. Deshalb: Fangen Sie an. Teilen Sie mit anderen.

Das sind wirklich keine großen, zeitaufwändigen Vorschläge. Probieren Sie sie einfach aus! Wenden Sie die neun kleinen Simplifyer einen Monat lang konsequent an – die positiven Auswirkungen auf Ihr Selbstvertrauen, Ihren Wohlstand und Ihr Ansehen werden deutlich spürbar sein.

Inspiriert durch Molly Burke, die „Königin des Selbstvertrauens“. Mehr dazu auf www.mollyburke.net.

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

Fitness trotz Schweinehund: Wie Sie sportliches Training und Fitness in Ihren Alltag integrieren

Autor: Werner Deck am 14. September 2015

Joggen, Walking, Rad fahren, Gymnastik, Schwimmen … Es gibt viele sportliche Aktivitäten, mit denen Sie sich auch ohne großen finanziellen Aufwand fit halten können – vorausgesetzt, Sie trainieren regelmäßig. Aber wie lässt sich das Nachlassen der Anfangsbegeisterung überwinden und die Fitness erhalten?

Ihr guter Grund

Mein guter Grund: Fit und gesund

Mein guter Grund: Fit und gesund

Finden Sie Ihre persönliche Motivation fürs regelmäßige Training: Gewicht verlieren, Stress abbauen, mehr Energie bekommen, sich auf die große Radtour vorbereiten.

simplify-Tipp: Tun Sie’s nie in erster Linie für andere, sondern für sich selbst.

Setzen Sie sich Ziele

Und zwar ein kurzfristiges (für den nächsten Monat) und ein langfristiges (für das ganze Jahr). Verknüpfen Sie Ihre Ziele mit Ihrer Motivation. Setzen Sie sich Ziele, die für Sie realistisch sind, Sie aber dennoch herausfordern. Wählen Sie als Maß für Ihre Anstrengung beim Joggen etwa: Wenn ich mühelos sprechen kann, strenge ich mich zu wenig an, wenn ich gar nicht mehr sprechen kann, zu viel.

simplify-Tipp: Falls Sie neu oder nach längerer Pause wieder mit dem Sport beginnen, lassen Sie zuvor Ihr Leistungsniveau testen. Viele Krankenkassen (darunter BEK, TK, AOK) bieten auf ihren Websites umfassende Informationen rund um Fitness-Sportarten und Hilfen für einen persönlichen Trainingsplan an.

Finden Sie Ihre Routine

Jeden Morgen

Meine Routine: Jeden Morgen laufen

Könnten Sie jeden Abend um dieselbe Uhrzeit joggen? Optimal! Wer abends oft verplant ist, hat morgens bessere Chancen. Aber auch wenn Sie nicht immer zur selben Uhrzeit sporteln können, sollten Sie sich eine Routine schaffen:

Verknüpfen Sie Ihr Training mit einem wiederkehrenden Ereignis: Morgengymnastik eine Viertelstunde nach dem Wecker (egal, ob der um 6:15 Uhr oder um 9:00 Uhr klingelt), Radeln 1 Stunde nach dem Abendessen.

simplify-Tipp: Schreiben Sie sich Ihren Sport wie eine Verabredung in den Terminkalender. Dadurch verhindern Sie, dass Sie die Zeit anders verplanen. Droht Ihr eingetragener Sporttermin durch einen langen Büroabend ins Wasser zu fallen, tragen Sie gleich einen Ersatztermin ein.

Gut gekleidet

Auch bei Regen

Bei jedem (Regen-) Wetter

Wer seinen Sport im Freien ausübt, benötigt wetterfeste Kleidung – sonst sind Ausreden vorprogrammiert („Heute ist es zu nass“). Setzen Sie nicht auf die altgediente Baumwolle, sondern auf moderne atmungsaktive Materialien.

simplify-Tipp: Auch wenn Sport keine Modenschau ist, sollten Sie sich in Ihrer Sportkleidung wohl fühlen und fotogen sein.

Unter fachkundigen Augen

Es muss nicht unbedingt ein teures Fitnessstudio sein. Sportvereine bieten günstige Kurse und offenes Training an. Auch wenn Sie für sich allein trainieren: Nutzen Sie solche Angebote, um Ihre Technik überprüfen zu lassen, bevor Sie sich falsche Bewegungsabläufe angewöhnen.

simplify-Tipp: Sicher gibt es in Ihrem Bekanntenkreis einen erfahrenen Läufer, Schwimmer oder Radler. Bitten Sie ihn, Sie zu begleiten und Ihnen Ratschläge zu geben.

Kleine Motivatoren

Machen Sie Ihre Erfolge für sich sichtbar. Führen Sie sich Ihr Durchhaltevermögen vor Augen, indem Sie in Ihrem Zeitplaner jeden Sporttag mit einem Sternchen kennzeichnen. Zahlen motivieren: Tacho am Fahrrad, Schrittzähler beim Joggen, regelmäßige Gewichtskontrolle.

Belohnen Sie sich. Freuen Sie sich auf Krimilektüre, einen frischen Salat oder einen Gang ins Blumengeschäft. Weniger passend: stark kalorienhaltige Belohnungen.

simplify-Tipp: In vielen Städten gibt es sportliche Veranstaltungen zu wohltätigen Zwecken. Dabei können Sie mit Ihrer sportlichen Leistung auch anderen etwas Gutes tun.

Menschlich statt übermenschlich

1 Tag Pause verkraftet Ihre Trainingsmoral wesentlich leichter als 2 oder 3. Hat Ihr innerer Schweinehund dennoch mehrere Tage lang die Oberhand behalten, verachten Sie sich nicht. Freuen Sie sich immer, wenn Ihnen der Wiedereinstieg gelingt.

simplify-Tipp: Kostet Sie das Neuanfangen allzu große Überwindung, gestehen Sie sich zu: „Notfalls gebe ich nach 10 Minuten auf.“ Sie werden merken: In den allermeisten Fällen machen Sie nach 10 Minuten gerne weiter.

Autor: Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.


Wie mache ich es? Jeden Morgen (fast) starte ich zu meinem Morgenlauf, ca. 30 Minuten im 125/130er Pulsbereich.


 

Konfliktmanagement: simplify-Tipps zum Umgang mit Ärger & Aggression

Autor: Werner Deck am 26. August 2015
Ärger

Schlechte Laune

Ihre Partnerin fordert Sie schlecht gelaunt auf, „gefälligst mal das Chaos im Wohnzimmer zu beseitigen“. Der angetrunkene Fahrgast stänkert, weil Sie ihm angeblich im Weg stehen. Der cholerische Kollege motzt vor versammelter Mannschaft über Ihre schlechte Organisation. Lassen Sie sich nicht von Ärger und Aggression anstecken, sondern deeskalieren Sie die Situation mit dem richtigen Konfliktmanagement.

Geben Sie nicht mit gleicher Münze raus

Schlagfertigkeit ist eine heute hochgeschätzte Fähigkeit. Doch wenn Ärger & Aggression im Spiel sind, haben Sie mit einem Gegenangriff meist wenig für das Konfliktmanagement gewonnen. Oft heizen Sie den Konflikt dadurch nur noch stärker an.

simplify-Tipp: Manche Menschen verstummen in solchen Situationen, weil ihnen keine passende Erwiderung einfällt – und verachten sich selbst hinterher für ihre „Feigheit“. Sehen Sie es positiv: Dass Sie nicht kräftig Kontra gegeben haben, war möglicherweise das Beste, was Sie tun konnten. Für Ihre Selbstachtung entscheidend: Trauen Sie sich, den Konflikt bei nächster Gelegenheit noch einmal anzusprechen. Dafür können Sie sich in Ruhe Ihre Worte zurechtlegen, z. B.: „Bitte äußern Sie Ihre Kritik an meinen Vorschlägen das nächste Mal sachlich.“

Gefühle wahrnehmen

Gefühl

Gefühle wahrnehmen

Jeder Mensch möchte, dass seine Gefühle wahrgenommen werden. Auch wenn die Aufregung Ihres Gegenübers wirklich nicht zu übersehen ist: Sagen Sie ihm, dass Sie seinen Ärger wahrnehmen. „Ich spüre, dass du wütend auf mich bist.“ – „Ich höre aus Ihren Worten, dass Sie der geplatzte Termin sehr verärgert hat.“

Erstaunlich: Oft schaffen Sie damit schon den Durchbruch zu einem ruhigeren Gespräch! Vorausgesetzt, Sie verzichten dabei auf eine Wertung wie „Dass Sie sich über eine solche Kleinigkeit so aufregen müssen!“

simplify-Tipp: Wer beruflich mit Kunden zu tun hat, ist heute meist angewiesen und darin geschult, Verständnis zu zeigen. Allerdings bringt ein mit wenig Überzeugung dahingesagtes „Ich verstehe Ihren Ärger!“ Ihr Gegenüber vermutlich erst recht auf die Palme. Verwenden Sie das Wort also nur dann, wenn Sie den Ärger tatsächlich nachvollziehen können.

Wenn andere dabei sind

Stop!

Wenn andere dabei sind

Lässt jemand seinen Ärger vor Zeugen an Ihnen aus, ist das besonders unangenehm. Schließlich wollen Sie nicht als einer gelten, „der alles mit sich machen lässt“. Doch was wird Ihnen mehr Achtung einbringen: dass Sie sich auf ein Lautstärke-Duell einlassen oder dass Sie die Situation mit ruhigen Worten in den Griff bekommen?

simplify-Tipp: Setzen Sie vor den anderen eine klare Grenze, etwa indem Sie mit fester Stimme sagen: „Ich möchte, dass wir das nachher unter uns klären.“ Oder: „Ich möchte, dass Sie freundlich mit mir sprechen.“ Um eine Schimpftirade zu beenden, hilft manchmal ein kurzer Brüller: „Stopp! Lassen Sie mich bitte auch zu Wort kommen!“ Wichtig: Sprechen Sie unmittelbar danach mit freundlicher Stimme weiter.

Lassen Sie den Fluchtweg frei

Auch wenn Ihr Gegenüber seinem Ärger gerade auf unschöne Weise Luft gemacht hat und Sie nun Ihrerseits einiges zu erwidern hätten: Bestehen Sie nicht darauf, das Problem auf der Stelle auszudiskutieren.

Achtung

Fluchtweg frei lassen

Stürmt der andere nach seinem Ausbruch aus dem Zimmer, lassen Sie ihn einfach gehen. Denn wenn Sie sich ihm in den Weg stellen („Moment mal!“), riskieren Sie, dass sich der Konflikt hochschaukelt – im schlimmsten Fall sogar bis hin zu Handgreiflichkeiten.

simplify-Tipp: Haben Sie es mit einem aggressiven Autofahrer zu tun, hüten Sie sich davor, ihm in die Augen zu sehen und ihn dadurch zu einem Wettkampf („Den überhole ich gleich wieder!“) anzustacheln.

In vino veritas?

Nicht selten kommt es auf oder nach Festen zu unschönen Konfrontationen. Und oft ist Alkohol dabei beteiligt. Ihre beschwipste Partnerin zieht Ihre Ehemoral in Zweifel, weil Sie sich beim Straßenfest gut mit der neuen Nachbarin unterhalten haben? Ihr Kollege macht sich nach dem 3. Bier über Ihre Rechtschreibung lustig?

simplify-Tipp: Wechseln Sie für ein dezentes Konfliktmanagement schnell das Gesprächsthema, oder gehen Sie (unter einem Vorwand) weg. Denn Alkohol lässt Menschen vieles aussprechen, was sie sonst niemals sagen würden. Der Kopf mag am nächsten Morgen wieder klar sein, die unguten Worte bleiben jedoch – auf beiden Seiten! – im Gedächtnis haften. Besonders quälend dabei: Selbst wenn der andere sich entschuldigt, bleibt Ihnen die Ungewissheit, ob er nicht genau das ausgesprochen hat, was er schon lange dachte („in vino veritas“ = „Im Wein liegt die Wahrheit“).

Sofortmaßnahme gegen Ihren eigenen Ärger

Ärger?

Sofortmaßnahmen gegen eigenen Ärger

Sie fühlen sich schnell persönlich angegriffen und sind dann selbst auf „180“? Eine „Erste-Hilfe“-Maßnahme, um gelassener zu reagieren: Denken Sie sich mögliche Gründe für das Verhalten des anderen aus, die nichts mit Ihnen und Ihrem Verhalten zu tun haben, z. B.: hatte wohl schon Ärger in der Arbeit (zu Hause), reagiert auf das verrückte Wetter, hat schlecht geschlafen, ist ein aufbrausender Typ, macht gerade eine persönliche Krise durch, typisch Widder … Allerdings sollten Sie Ihre Gedankenspiele für sich behalten.

Analysieren Sie die Situation hinterher noch einmal mit kühlem Kopf. Was hat den Ausbruch ausgelöst? Seien Sie selbstkritisch: Haben Sie selbst etwas dazu beigetragen – und was können Sie selbst tun, um solche unschönen Szenen zukünftig zu vermeiden?

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

Schlagwörter: , ,
Kategorie:

Der klare Weg zum Glücklichsein: So befreien Sie sich aus der Opferrolle

Autor: Werner Deck am 25. August 2015
Landschaft

Den Lebenstraum verwirklichen

„Meinen Lebenstraum verwirklichen? Aber ich kann doch nicht auf einer Südseeinsel wohnen!“ – „Einen besseren Beruf suchen? Aber doch nicht jetzt, in diesen Zeiten der Arbeitslosigkeit!“

Sie haben Ihr Leben, so wie es jetzt ist, frei gewählt. Das ist die zentrale These des Unternehmensberaters und Universitätsdozenten Reinhard K. Sprenger. Die meisten Menschen fühlen sich als Opfer der Sachzwänge. Sprenger hält dagegen: Sie können alles tun, Sie müssen nur einen Preis dafür zahlen. Was die meisten für Sachzwänge halten, ist in Wahrheit ein Preisvergleich.

Auf die Spitze getrieben bedeutet das für die Persönlichkeitsentwicklung: Wer sagt „Ich kann nicht“, der will nicht.

So werden Sie vom Opfer zum freien Menschen

auf andere zeigen

Vom Opfer zum freien Menschen

Viele Menschen verpassen in ihrem Berufs- oder Privatleben den Zeitpunkt, an dem der Preis für das Sprengen der Fesseln noch niedrig war. Hier 6 Schritte, mit denen Sie sich aus der Opferrolle befreien können.

1. Stoppen Sie alle Ausreden

„Auf der Autobahn war ein Stau.“ – „Das Telefon hat mich aufgehalten.“ – „Der Strom war ausgefallen.“ – „Ich war im Stress.“ Gewöhnen Sie sich solche Sätze ab. Stehen Sie auch bei von außen kommenden Katastrophen zu dem Anteil, den Sie dabei verantworten: „Ich bin zu spät losgefahren.“ – „Ich hatte nicht die Kraft, den Kunden auf später zu vertrösten.“ – „Ich habe vergessen, die Daten auf meinem PC rechtzeitig zu sichern.“ – „Ich habe zu viele Aufträge angenommen.“

Übernehmen Sie die Verantwortung für alles, was Sie tun und was Ihnen „widerfährt“. Sie werden sehen: Die Reaktion der anderen wird nicht kritischer ausfallen als bei den alten Ausreden. Sie selbst aber sind stärker und froher.

2. Sagen Sie nicht mehr „Ich muss“, sondern „Ich will“

Wenn das in bestimmten Situationen zu schroff klingt, ersetzen Sie es durch „Ich möchte“: „Ich möchte unser Gespräch jetzt beenden.“ Diese kleine Änderung des Sprachgebrauchs hat gravierende Auswirkungen auf Ihr inneres Bild von sich selbst und auf Ihre Persönlichkeitsentwicklung. Nachteil: Sie wirken nicht mehr so „nett“. Aber bedenken Sie: Was Sie selbst an sich als freundlich und sympathisch empfanden, kam bei anderen Menschen vielleicht als schwach und feige an.

3. Versuchen Sie nicht, sondern tun Sie

Wenn Ihnen eine Aufgabe übertragen wird, sagen Sie nicht: „Ich will’s versuchen.“ Wer versucht, will Verantwortung vermeiden und schwächt sich selbst: Er nimmt das Scheitern vorweg. Letztlich gibt es für eine Tat keinen Ersatz. Sie tun es, oder Sie lassen es. Sagen Sie gerade heraus, für welches von beidem Sie sich entscheiden.

4. Werden Sie Herr über Ihre Zeit

Zeit

Herr über die eigene Zeit

Sie gehört Ihnen! Lassen Sie sich nicht von anderen oder von „Sachzwängen“ diktieren, wofür Sie Ihre Zeit aufwenden sollen. Wenn Sie zu jemandem sagen: „Keine Zeit!“, dann bedeutet das: „Keine Zeit für dich. Anderes ist mir im Moment wichtiger.“

Erstellen Sie eine „Hitliste“ der 10 Tätigkeiten, die Ihnen in Ihrem Leben am wichtigsten sind. Schreiben Sie daneben die „wirklichen Top 10″: womit Sie Ihre Zeit Tag für Tag in Wirklichkeit verbringen. Herr über die Zeit zu sein bedeutet: Bringen Sie die „wirklichen Top 10″ in Einklang mit der Was-mir-wichtig-ist-Hitliste.

5. Seien Sie nicht die anderen

Verantwortung für das eigene Leben bedeutet nicht, zu einem herzlosen Egoisten zu werden. Zum Erwachsenwerden gehört es aber, auf eigenen Füßen zu stehen und die Erwartungen der anderen als das zu sehen, was sie sind: die Erwartungen anderer. Die Entscheidung, ob Sie die Erwartungen anderer erfüllen wollen, liegt bei Ihnen. Sie müssen und können den Preis hinterfragen, den Sie dafür zahlen müssen. Folgen Sie dem Gebot „Mach’s anderen recht!“ niemals automatisch.

Sie machen sich zum Spielball der anderen, wenn Sie denken, dass man Sie nicht mehr mag, sobald Sie deren Erwartungen nicht entsprechen. Sie sind nicht auf der Welt, um die Erwartungen anderer zu erfüllen!

6. Bedenken Sie: Leiden ist leichter als handeln

Handeln

Bedenke: Leiden ist leichter als handeln

Eine grausame Wahrheit. Heruntergeschluckter Ärger macht krank. Deswegen meinen viele, es käme darauf an, die „Gefühle rauszulassen“. Viel schlimmer als unterdrückte Gefühle aber ist unterdrücktes Handeln. „Ich kann nicht“ und „Ich habe keine Wahl“ ist eine Art Selbsthypnose, die das notwendige Tun unterdrückt.

Viele Menschen handeln nicht, weil sie Angst vor eventuellen Verletzungen haben. Doch nur wer sich entschließen kann, besiegt den Schmerz. Nur wer bereit ist, etwas zu verlieren, kann gewinnen. Nur wer aus der bequemen Opferrolle herauskommt, findet zur Freiheit.

Zum Weiterlesen empfohlen: Reinhard K. Sprenger, „Die Entscheidung liegt bei dir“.

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

Schutz vor Einbrechern: Wie Sie Ihr Haus und Heim vor Dieben schützen können

Autor: Werner Deck am 4. August 2015

Der Kriminalist Scott Decker interviewte über 100 Einbrecher, um herauszufinden, wie man Langfingern das Leben möglichst schwer machen kann. Hier seine wichtigsten Erkenntnisse.

Der klassische Einbrecher …

Einbrecher

Der klassische Einbrecher

… ist nicht der James-Bond-mäßig ausgerüstete Profi. Wohnungseinbrecher sind meist Gelegenheitstäter, die sich schon durch einfache mechanische Sicherungen abschrecken lassen. Jeder 3. Einbruch bleibt deswegen im Versuch stecken. Die klassische Einbruchszeit ist auch nicht die Nacht, sondern tagsüber zwischen 9 und 15 Uhr. Durch Klingeln, Anrufen oder Beobachten checkt der Täter, ob jemand zu Hause ist.

Hauptweg: Fenster
Der einfachste Weg in ein Haus führt über halb offene Fenster alter Bauart. Neuere Fabrikate sind in gekipptem Zustand nur mit Mühe von außen zu öffnen. Fenster, Haus- und Balkontüren sind inzwischen in Sicherheitsklassen eingeteilt. Die der höchsten Stufe 3 sind auch von speziell ausgerüsteten Einbrechern kaum zu knacken.
simplify-Extra-Tipp: Spielen Sie einmal Einbrecher. Verschließen Sie Ihre Familie im Haus und versuchen Sie einzudringen. Das offenbart schnell die Schwachstellen Ihres Gebäudes und – noch wichtiger – macht Ihre Kinder sicherheitsbewusster. Haben die einen solchen Pseudo-Einbruch einmal erlebt, werden sie in Zukunft mehr darauf achten, alle Fenster und Türen zuzusperren.

Vorsicht bei fremden Besuchern …

Unbekannte

Keine fremden Besucher

Bei vielen Einbrüchen kannten die Diebe den Tatort von einem vorherigen Besuch. Sie wussten, wo es was zu holen gibt, wo der günstigste Einstieg und der beste Fluchtweg ist. Darum: Lassen Sie keine Ihnen unbekannten Menschen in Ihre Wohnung und erlauben Sie ihnen keinesfalls, auf eigene Faust herumzugehen.
simplify-Extra-Tipp:Sind Ihre Kinder im Teenager-Alter, sollten sie bei der Auswahl ihrer Partygäste besonders vorsichtig sein. Keine „Jeder-kann-kommen“-Feten! Viele Einbrüche Jugendlicher, mit denen Geld für Drogen beschafft werden soll, kommen so zu Stande.

.. neugierigen Dienstleistern …
Eine beliebte Informationsquelle für Einbrecher sind Mitarbeiter von Zustelldiensten. Seien Sie freundlich, aber versorgen Sie solche Menschen nicht mit leicht hingesagten Sätzen wie „Schön, dass Sie heute kommen. Ab morgen sind wir für 3 Wochen im Urlaub.“

… und eigenartigen Anrufern
Viele Einbrecher rufen vorher an. Sie geben sich als Vertreter oder Meinungsforscher aus und fragen freundlich an, wann Sie Zeit für ein längeres Telefonat hätten. Einziger Zweck des Anrufs: herausfinden, wann Sie nicht da sind.

Was gern gestohlen wird
Der Satz „Bei mir gibt es nichts zu holen“ ist gefährlich. Fast jeder unterschätzt die Werte, die er zu Hause hat. Und die wenigsten Einbrecher wissen im Voraus, ob es sich lohnt. Klassiker wie Stereoanlagen oder Gemälde sind bei Dieben kaum noch gefragt. Heute suchen sie nach Juwelen, Uhren, Bargeld, Waffen und Arzneimitteln – also eher kleineren Gegenständen, die sie unauffällig außer Haus schaffen können.
simplify-Extra-Tipp: Verstecken Sie solche Sachen gut. Die besten Räume dafür sind Kinderzimmer und Keller. Dort vermuten Diebe Wertsachen am wenigsten. Waffen müssen sowieso in einen Spezialschrank.

Mehr sein als scheinen
Ziehen Sie die Aufmerksamkeit nicht zu stark auf sich. Wenn Sie weithin sichtbar das am prachtvollsten ausgestattete Haus in der Straße haben, sind Sie das bevorzugte Ziel für Einbrecher.
simplify-Extra-Tipp:Vermeiden Sie jedoch auch das andere Extrem. Sieht Ihr Eingangsbereich zu verlottert aus, wirkt das anziehend auf Gelegenheitsdiebe („Die Leute hier passen ja auf gar nichts auf“).

Dezent konsumieren
Bringen Sie Wertsachen unauffällig ins Haus. Tragen Sie z. B. einen neuen DVD-Player nicht zu offen sichtbar in der Originalverpackung durch die Tür. Diebe werden nicht unbedingt dieses Gerät klauen, aber Neuanschaffungen sind ein Zeichen, dass es bei Ihnen viel zu holen gibt.
simplify-Extra-Tipp: Stellen Sie die Verpackung neuer Geräte nicht sichtbar vors Haus. Das wirkt wie eine Aufforderung zum Klauen. Kaufen Sie eine Alarmanlage – spätestens dann, wenn Sie einen Einbruch erlebt haben. Wer einmal zum Ziel auserkoren wurde, wird es meist noch ein 2. Mal. Vermeiden Sie alle Anzeichen dafür, dass Sie nicht zu Hause sind. Schließen Sie das Garagentor immer, wenn kein Auto drinsteht.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

Umgang mit Lästereien: Was tun, wenn Sie in ein intimes Geheimnis eingeweiht werden?

Autor: Werner Deck am 30. Juli 2015
Bürotratsch

Wusstest Du…?

„Wusstest du eigentlich, dass unser Chef seine Frau mit der Buchhalterin betrügt?“ – „Peter benimmt sich in letzter Zeit so merkwürdig, wenn wir zu zweit sind.“ – „Dir kann ich’s ja sagen: Unser Chorleiter ist schwul!“

Was Ihnen da nebenbei zugetuschelt wurde, kann Sie schnell in ausweglose Situationen führen. Hier die Strategie, mit der Sie richtig mit Lästereien umgehen und einem möglichem Schlamassel entkommen:

Stoppen Sie’s

Stoppen

STOP!!!

Vielleicht will der andere wirklich nur ein Wissen aussprechen, das ihn selbst belastet, oder einen Rat von Ihnen hören. Meist will er aber etwas anderes: eine 3. Person bei Ihnen schlechtmachen. Oder sogar (auch wenn ihm das selbst nicht unbedingt bewusst ist) Sie als Mitwisser in eine Position bringen, die es ihm später erlaubt, Druck auf Sie auszuüben. Das beste Gegenmittel: Lassen Sie es gar nicht erst so weit kommen.

simplify-Rat: Zeigen Sie sich uninteressiert. Wenn in der Kantine, am Kopierer, neben der Kaffeemaschine oder sonst wo jemand mit Ihnen über andere Menschen sprechen (und meist auch herziehen) will: Wechseln Sie das Thema. Wenn das nicht gelingt, sagen Sie’s direkt: „Ich will nicht über Leute reden, die nicht dabei sind.“

Ist es schon passiert, nehmen Sie den intimen Plauderer ebenso konspirativ beiseite, und flüstern Sie ihm zu: „Ich vergesse alles, was du mir erzählt hast.“ Damit signalisieren Sie: Ich werde nichts von diesen Informationen weitergeben und kann dadurch von dir auch nicht erpresst werden.

Vergessen Sie’s

Vergessen

Vergessen Sie´s

Zum Mitwisser gemacht zu werden ist zunächst höchst schmeichelhaft: Donnerwetter, der andere vertraut mir so sehr, dass er mir das erzählt! Nur: Wem ist damit geholfen? Lassen Sie sich nicht hineinziehen! Natürlich können Sie etwas Gehörtes nicht löschen. Aber es gibt durchaus Wege, das Gedächtnis auszutricksen.

simplify-Rat: Beenden Sie das Gespräch so schnell wie möglich. Beschäftigen Sie sich danach mit etwas ganz anderem. Geben Sie sich keine Zeit zum Grübeln. Reden Sie mit vielen anderen Menschen über völlig verschiedene Sachgebiete. So überlagern Sie die brisante Neuigkeit mit neuen Eindrücken.

Behalten Sie’s für sich

Still sein

Für sich behalten

Eigentlich selbstverständlich: Wenn Sie ein pikantes Gerücht über einen anderen Menschen gehört haben, dürfen Sie es nicht weitererzählen. Doch der innere Druck, weitere Menschen einzuweihen – zumindest einen engen Freund oder den Lebenspartner –, ist meist sehr groß.

Vielleicht nur deshalb, weil Sie die Last eines unguten Geheimnisses nicht allein tragen wollen. Aber vielleicht auch deshalb, weil Sie denjenigen, um den es geht, nicht leiden können. Klatsch & Tratsch sind ein bewährtes (wenn auch kein adäquates) Ventil für solch eine Abneigung!

simplify-Rat: Teilen Sie es keinem anderen Menschen mit, aber schreiben Sie es sich von der Seele – am besten in Ihr Tagebuch. Oder schreiben Sie einem der Betroffenen einen Brief – den Sie nie abschicken, sondern wegwerfen. Wenn Sie das Gerücht erst einmal schwarz auf weiß vor sich sehen, wird Ihnen vieles klarer werden. Vielleicht – dass es gar nicht stimmt!

Glauben Sie’s nicht

Nicht glauben

Nicht glauben

Viele Gerüchte über andere Menschen sind schlicht unwahr. Aber die Top-secret-Situation lässt so manche windige Vermutung wie ein felsenfestes Faktum wirken.

simplify-Rat: Leider lässt sich der Wahrheitsgehalt meist nicht überprüfen. Denn wenn Sie nach einer Bestätigung suchen, indem Sie andere Leute fragen („Sag mal, wieso duzen sich der Chef und Frau Meier neuerdings?“), heizen Sie die Gerüchteküche erst recht an. Machen Sie’s wie vor Gericht: Dort hat „Hörensagen“ auch eine wesentlich geringere Beweiskraft als ein direkter Zeuge.

Durchschauen Sie’s

Durrchschauen

Durchschauen Sie´s

Eine besondere Form von intimem Geheimnis sind persönliche Bekenntnisse. Da verrät Ihnen jemand etwas über sich selbst. Etwas, das er bisher noch keinem gestanden hat. Etwas, das keiner wissen darf. Fakt ist: Für Menschen mit bestimmten sexuellen Vorlieben ist es schon ein erotischer Akt, über diese Vorlieben mit anderen zu sprechen. Wer das Geheimnis des anderen kennt, wird damit zu einer eigenartigen Form von Sexualpartner. In den USA bezeichnet man solche intimen Geständnisse als „emotionalen Missbrauch“.

simplify-Rat: Vertrauen Sie Ihrem Gespür: Worum geht es dem anderen – um Ihr offenes Ohr oder um eine unangebrachte Intimität? Machen Sie im letzteren Fall deutlich: Ich durchschaue deinen Trick. Über die Sache zu reden ist für dich wie die Sache selbst. Deshalb breche ich das Gespräch ab. Entfernen Sie sich, auch räumlich. Vermeiden Sie eine Zeit lang den Kontakt.

Die 3 Siebe des Sokrates

Eines Tages kam einer ganz aufgeregt zu Sokrates: „Hast du gehört, was dein Freund getan hat? Das muss ich dir gleich erzählen!“ Da unterbrach ihn der Weise: „Hast du, was du mir sagen willst, durch die 3 Siebe gesiebt?“

„3 Siebe?“, wunderte sich der andere. „Das erste Sieb ist die Wahrheit“, sagte Sokrates, „hast du alles geprüft, ob es wahr ist?“ „Eigentlich nicht, ich hörte es irgendwo …“ „Oh. Aber sicher hast du es mit dem Sieb der Güte geprüft. Ist das, was du mir erzählen willst – wenn es schon nicht sicher wahr ist – wenigstens gut?“ Zögernd sagte der andere: „Nein, eher das Gegenteil.“ „Aha!“, unterbrach Sokrates, „So lass uns das dritte Sieb noch anwenden und fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen?“ „Nein, notwendig ist es nicht.“ „Dann“, so lächelte der Weise, „lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit.“

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

Schlagwörter: ,
Kategorie:

Urlaubs-Countdown fürs Büro. Zeitmanagement vor dem Urlaub: Mit einem guten Gefühl in die Ferien

Autor: Werner Deck am 13. Juli 2015

Viele Angestellte machen jedes Jahr dieselbe unerfreuliche Erfahrung: Vor und nach der „schönsten Zeit des Jahres“ haben sie im Büro jede Menge Stress und Ärger. Mit dem folgenden simplify-Zeitplan zum Zeitmanagement vor dem Urlaub werden Sie Ihre Ferien mehr genießen.

Opti-Maler-Partner

Urlaubsvorbereitung

Jetzt gleich

Vermutlich stehen Ihre Urlaubsdaten für die nächste Hälfte des Jahres bereits fest. Blockieren Sie für das richtige Zeitmangement vor dem Urlaub in Ihrem persönlichen Kalender und in der Gruppenkalender-Software nicht nur diesen Zeitraum, sondern auch die Woche vorher und den Tag danach.

Urlaubsvorbereitungen

Kollegen informieren

2 Wochen vorher

Erinnern Sie Ihre Kollegen und Ihre externen Partner bzw. Kunden an Ihren bevorstehenden Urlaub. Bitten Sie darum, dass wichtige Sachen noch in der kommenden Woche über die Bühne gehen.

Teilen Sie allen mit, wer in Ihrer Abwesenheit für Ihre Aufgaben zuständig ist. Verabreden Sie mit Ihrem Stellvertreter einen Termin für Ihre Übergabe-Besprechung – am besten an Ihrem vorletzten Arbeitstag, so haben Sie noch etwas Puffer in Ihrem Zeitmanagement.

Die letzte Woche

Halten Sie sich die letzten 5 Arbeitstage weitgehend frei von Terminen, damit Sie sich dem Papierkram auf Ihrem Schreibtisch widmen können. Aus Erfahrung wissen Sie: Alles werde ich nie schaffen! Legen Sie daher gleich am Montagmorgen fest, was Sie noch erledigen werden und was nicht. Aber vertrauen Sie auf den „Urlaubs-Booster“: Arbeitsforscher haben nachgewiesen, dass die 3 Tage vor dem Urlaub die effizienteste und produktivste Zeit des Arbeitsjahres ist!

simplify-Tipp: Schaffen Sie sich als Erstes ein paar „Leichen“ vom Hals (überfällige Protokolle, Stellungnahmen etc.) – das verbessert die Urlaubslaune!

Die Übergabe

Urlaubsvorbereitungen

Die Übergabe

Damit Ihr Stellvertreter zu Ihrer Zufriedenheit agieren kann, müssen Sie ihn genau informieren:

Was sind seine Aufgaben, was seine Entscheidungskompetenzen? Worüber möchten Sie sogar während Ihres Urlaubs informiert werden (Handynummer hinterlassen)?

Ihr Stellvertreter hat nun 2 Jobs statt 1, legen Sie daher klare Prioritäten fest: „Lassen Sie sich von Firma ABC nicht unter Druck setzen. Bleiben Sie lieber an den Sachen für Firma XYZ dran, die könnte für uns zu einem wichtigen Auftraggeber werden.“

Wo findet Ihr Stellvertreter welche Unterlagen? Er sollte nicht nur die „Fundorte“ für die aktuellen Vorgänge kennen, sondern auch die Grundzüge Ihres Ablagesystems – im Büro und im PC (Passwort mitteilen!).

Wann laufen Fristen ab, wann sind wichtige Termine?

Wie sind Sie notfalls erreichbar ?

Last Minute Zeitmanagement

Platzieren Sie auf Ihrem (aufgeräumten) Schreibtisch 3 leere Ablagekörbe, die Sie mit „Nur zur Information“, „Wichtig“ und „Dringend“ beschriften. Die grobe Sortierung durch Ihre Kollegen erleichtert es Ihnen nach dem Urlaub, Prioritäten zu setzen.

Möglicherweise greift jemand während Ihrer Abwesenheit auf Ihren PC zu – ein Kollege mit unguten Absichten oder die neue Praktikantin, die man erst einmal an Ihren Arbeitsplatz gesetzt hat. Sorgen Sie daher dafür, dass Ihre Anwenderdateien per Passwort geschützt sind.

Urlaubsvorbereitungen

Aufgeräumter Schreibtisch

Voraussetzung ist, dass Sie ein passwortgeschütztes Benutzerkonto für sich selbst und ein weiteres Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten eingerichtet haben.

Das geht recht einfach in der Systemsteuerung unter „Benutzerkonten“– die nötigen Infos gibt Ihnen die Online-Hilfe. Löschen Sie außerdem alle privaten Daten und leeren Sie zum Schluss den „Papierkorb“.

Stellen Sie Ihr Telefon um bzw. sprechen Sie eine Urlaubsansage auf Ihre Voice-Box. Richten Sie in Ihrem E-Mail-Programm eine Abwesenheitsmeldung ein. Diese sollte Ihre genauen Abwesenheitsdaten sowie die Kontaktdaten Ihres Stellvertreters enthalten.

simplify-Tipp: Geben Sie als 1. Tag Ihrer erneuten Verfügbarkeit den Tag nach Ihrer Rückkehr ins Büro an. Dadurch haben Sie 1 Tag für wichtige Schreibtischtätigkeiten gewonnen.

Geschafft!

Nehmen Sie keine Arbeit in den Urlaub mit. Soweit es Ihnen in Ihrer Position möglich ist, verzichten Sie darauf, erreichbar zu sein. Betrachten Sie Ihre Entbehrlichkeit als eine Errungenschaft, die Sie Ihrem guten Zeitmanagement verdanken. Rufen Sie nicht aus eigener Initiative im Büro an, denn damit würden Sie Ihre Verfügbarkeit signalisieren. Wenn Sie zwar erreichbar sein sollen, aber keine brandeiligen Entscheidungen treffen müssen, dann lassen Sie Ihr Handy ausgeschaltet und hören Ihre Mailbox nur 1-mal am Tag ab. Dadurch kommen Sie weniger in Versuchung, sich mit den Alltagsgeschäften zu befassen – und verzeichnen ein deutliches Plus in Sachen Erholung.

Extra-Tipp: Terminkonflikte lösen

Sie konkurrieren jedes Jahr mit Ihren Kollegen um bestimmte Urlaubszeiten? Markieren Sie in der Jahresübersicht Ihres Zeitplaners nicht nur Ihre Urlaubszeiten, sondern auch die Ihrer Kollegen, und bewahren Sie die Übersicht für die nächste „Wer darf wann?“-Besprechung auf. Sind die Fakten eindeutig auf dem Tisch, können sie leichter gemeinsam entscheiden, wer  in den folgenden Jahren zu den begehrten Zeiten dran ist.

Autor: Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

Schlagwörter: ,
Kategorie:

Stressmanagement beim Verreisen, einfacher unterwegs: Ferien und Geschäftsreisen ohne Stress

Autor: Werner Deck am 20. Mai 2015

Listig!

Der simplify-Generaltipp gegen Pleiten, Stress und Pannen beim Packen: eine Checkliste! Wenn Sie einmal eine Einpackliste mit Ihren ganzen Reiseutensilien angefertigt haben, werden Sie die nächsten Reisen viel lockerer angehen. Die Liste am besten im Koffer aufbewahren.

Dort sollten Sie auch typische Reiseutensilien aufheben wie den Adapter für die ausländischen Steckdosen und den Impfpass. Lassen Sie am besten auch eine Badehose/Badeanzug im Koffer. Badezeug sollten Sie immer mitnehmen, auch im Winter, denn manchmal hat das Hotel ja unverhoffterweise einen Pool.

Nehmen Sie’s leicht!

Reisen Sie mit leichtem, einfachem Gepäck! Es sollte nur so viel sein, wie Sie selber tragen können. Gönnen Sie sich und Ihrem Rücken einen Rollenkoffer, und rollen Sie den, wann immer das geht, auch auf kleinen Strecken.

Tricks beim Packen

Profis packen die großen Stücke (Hosen, Röcke) unten in den Koffer. Der Blazer (mehr als 1 brauchen Sie nicht) wird mit der Innenseite nach außen daraufgelegt. Die nächste Schicht sind Kleider, Pullis, Hemden.

Kniffe Kofferpacken

Tricks beim Packen

Heftig an Gewicht sparen Sie, wenn Sie nur 2 Paar Schuhe mitnehmen: Eines an den Füßen, das andere im Koffer. Wenn Sie das mit Strümpfen ausstopfen, sparen Sie zusätzlich Platz. In einem Schuh läßt sich auch die Ersatzbrille bruchsicher unterbringen. Mit Unterwäsche, Badezeug und den restlichen Socken werden dann die Lücken ausgefüllt.

Bei großen Taschen packen Sie mit der Rollmethode: Hosen, Röcke, Blusen, Hemden – alles mutig aufeinanderlegen und zu 1 oder 2 dicken Würsten zusammenrollen. Die einzelnen Rollen übereinandergestapelt in der Tasche verstauen. Sie werden überrascht sein, wie viel hineinpasst und wie glatt die meisten Stücke die Rollkur überstehen.

Der Farben-Kniff

Beschränken Sie Ihre Reisegarderobe auf 2 Farben, die zusammenpassen. Dann können Sie beliebig kombinieren und sparen leicht 2, 3 Stücke ein.

Literatur light

sparsam mitnehmen

Literatur light

Viel Gewicht verursachen Bücher. Kopieren Sie sich aus dem dicken Reiseführer oder dem unentbehrlichen Fachbuch die Seiten, die Sie wirklich brauchen. Nehmen Sie nur das Buch mit, das Sie tatsächlich lesen werden, am besten als gewichtsparendes Taschenbuch.

Der einfache Kulturbeutel

Nehmen Sie sich unbedingt die Zeit, und forsten Sie Ihren Beutel mit Waschzeug kritisch durch. Füllen Sie Shampoo, Cremes, Parfum oder Aftershave in kleine Plastikflaschen um (z. B. die Minishampoofläschchen aus Hotels), oder verwenden Sie gleich Probepackungen. Shampoo eignet sich übrigens prima zum Waschen von Wollsachen (Socken, Pulli) oder notfalls auch einem Hemd.

 Doppelt ist einfacher

Zahnpasta, Zahnbürste, Haarbürste und möglichst alle anderen ähnlichen Utensilien sollten Sie doppelt besitzen. Dann kann der Kulturbeutel in ständigem “Standby-Modus” bleiben, und Sie müssen nicht in letzter Minute vor jeder Reise die Dinge von Ihrem Waschtisch einsammeln. Vielreisende Männer haben sogar einen 2. Rasierapparat.

Ihr Nützlichkeits-Center

Betrachten Sie den Kulturbeutel als Zentrale für all die übrigen praktischen Kleinigkeiten wie Sicherheitsnadeln, Mininähzeug (gibt’s manchmal in Hotels zum Mitnehmen), Taschenmesser, winzige Taschenlampe, Löffel (ersetzt notfalls auch Gabel und Messer) und – unbedingt – Büroklammern. Sie lassen sich als Lesezeichen oder Miniwäscheklammern verwenden, aufgebogen als Düsenreiniger, Dietrich für Kofferschlösser oder Ersatzgriff am Reißverschluss.

Schlussstress: Habe ich alles?

Für den Check vor der Abreise gibt es die Heinrich-Harrer-Methode. Der österreichische Forscher und Abenteurer stellte sich neben seinen Koffer und checkte seinen eigenen Körper durch, indem er bei den Füßen begann: Schuhe, Strümpfe – bis hinauf zu Schal, Sonnenbrille, Mütze. So war er auf Reisen stets komplett. Aber nicht den Schlafanzug vergessen!

Das wichtigste Wort

Papiere

Habe ich alle Papiere? Ausweis, Flugticket etc.?

Merken Sie sich als wichtigste Frage vor jeder Abreise nur 1 Wort: Papiere??? Alles Wichtige ist aus Papier: Ausweis oder Pass (mindestens noch 6 Monate gültig, manche Länder lassen einen sonst nicht rein), eventuell Visum, Führerschein, Geld (auch solches aus Metall und Plastik!), Fahrkarten, Hotelgutscheine, Impfpass, Adressen (vor allem die am Urlaubsort). Alles andere lässt sich notfalls am Reiseziel besorgen.

Einfachheit abgucken

Sehen Sie jede Reise als Tripp in die Einfachheit an. Verglichen mit den vielen Sachen zu Hause stellt jeder Aufenthalt in der Fremde eine Vereinfachung dar. Hier können Sie ausprobieren, mit weniger Dingen auszukommen. Bringen Sie sich von jeder Reise ein paar neue Gewohnheiten zur Vereinfachung mit, die Sie anderen Menschen und anderen Ländern abgeschaut haben.

Ein paar Beispiele: In England gibt es in vielen Hotels keine Untertassen mehr, sondern die großen Kaffee- bzw. Teepötte (mugs). Das spart Geschirr, auch bei Ihnen zu Hause. Ebenso überflüssig sind im Zeitalter der praktischen Thermoskanne Kaffeekannen aus Porzellan.

In Finnland stehen an jedem Laden riesengroß die Öffnungszeiten, und zwar in einfachster Schreibweise: 9–17, 9–14. Sonst nichts. Da weiß man auf einen Blick, wann während der Woche und wann am Samstag geöffnet ist. Einfacher geht’s nicht, oder?

In fast allen europäischen Ländern außerhalb des Glas- und Pfandflaschenparadieses Deutschland gibt es Cola und Mineralwasser in kleinen, sehr haltbaren Einwegflaschen aus Plastik mit Schraubverschluss. Die sind der ideale Pausentrinkbehälter für Schulkinder.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

Weitere Tipps zum Thema: Den Last-minute-Packstress kennt fast jeder. So entkommen Sie ihm: Packfreude statt Packstress

Merken

So hilft Ihnen die Weisheit des Klosterlebens im Alltag

Autor: Werner Deck am 5. Mai 2015
Fresco im Konvent von San Marco

Benedikt von Nursia

Vor rund 1500 Jahren schrieb der Klostergründer Benedikt von Nursia (480-547) seine „Regel für das Zusammenleben von Mönchen“.

Seine große Menschenkenntnis und Gottesliebe sind in den Text eingeflossen und haben diesem zeitlose Gültigkeit gegeben.

Die Regel ist von unzähligen Menschen innerhalb und außerhalb des Klosters erprobt worden und enthält erstaunlich moderne Lebensweisheiten für ein einfaches und erfülltes Leben.

Faulheit ist kein Kavaliersdelikt

Ich mache nichts

Faulheit

Sei nicht träge.

Für Benedikt ist Trägheit ein Mangel an innerer Verpflichtung, bei der man die Initiative und den größten Teil der Arbeit den anderen überlässt, also letztlich auf deren Kosten lebt.

Wer auf diese Weise Problemen aus dem Weg geht, geht selbst keinen Weg mehr. Die Lösung heißt: Verweigern Sie sich nicht länger passiv, sondern bringen Sie sich aktiv ein.

Hören Sie auf zu jammern

Jammern

Nicht jammern

Vor allem darf niemals das Laster des Murrens aufkommen, in keinem Wort und in keiner Andeutung.

Ganz egal, wie alt oder benachteiligt Sie sind: Jammern, meckern, maulen und über die Schlechtigkeit der anderen herziehen – das ist Gift für die eigene Seele und für die Beziehungen.

Für Benedikt ist dieses „Murren“ besonders destruktiv. Sein Tipp: Schleichen sich schlechte Gedanken ein, packe sie, und zerschmettere sie sofort an Christus.

Sorgen Sie für ein besseres Miteinander der Generationen

besser gemeinsam

Alt und Jung

Die Älteren ehren und die Jüngeren lieben.

Wieder ein echter simplify-Tipp. Einem älteren Menschen gegenüber sollten Sie immer Respekt wahren, auch wenn Sie völlig anderer Meinung sind als er. Dadurch wird er mit seiner Lebenserfahrung, seinem Wissen, seinen Verletzungen und Verlusten ernst genommen.

Zeigen Sie jüngeren Menschen vor allem, dass Sie sie so mögen, wie sie sind. Das ist gut fürs Zusammenleben, besonders auf Familienfesten.

Fragen Sie andere um Rat, auch Jüngere

auch jüngere fragen

Fragen

Sind wichtige Fragen zu behandeln, berate dich auch mit anderen, weil der Herr oft einem Jüngeren offenbart, was das Beste ist.

Treffen Sie die endgültige Entscheidung jedoch selbst.Übernehmen Sie dafür die volle Verantwortung.

Wer um Rat gefragt wird, sollte seine Meinung sagen, danach aber Zurückhaltung üben.

Streiten Sie – bis Sonnenuntergang

nur bis Sonnenuntergang

Streiten Sie

Streite, aber liebe den Streit nicht.

Hast du dich mit jemandem entzweit, schließe vor Sonnenuntergang Frieden.

Es wäre unnatürlich und ungesund, Streit zu vermeiden. Ein ehrlicher Streit kann viel klären. Denken Sie aber auch daran, ihn rechtzeitig zu beenden. Das sorgt für guten Schlaf und ein frohes Erwachen.

Finden Sie das richtige Arbeitsmaß

Richtiges Arbeitsmaß

Richtiges Arbeitsmaß

Vom Küchendienst ist keiner ausgenommen. Den Schwachen aber gib Gehilfen, damit sie ihren Dienst verrichten können, ohne traurig zu werden.

Für Benedikt sind alle Arbeiten gleich viel wert. Vom Küchendienst beispielsweise war niemand ausgenommen. Wenn jemand etwas nicht alleine schaffte, dann bekam er Unterstützung, damit er nicht traurig wurde.

Bitten Sie auch selbst um Hilfe, und organisieren Sie sich welche, vielleicht auch nur stundenweise beim Zeitarbeitsdienst. Sich zu überarbeiten ist keine Tugend.

Werden Sie zu einer Führungspersönlichkeit

leitende Position

Führungspersönlichkeit

Der Abt sei uneigennützig, nüchtern, barmherzig, maßvoll und liebevoll in der Kritik anderer, selbstkritisch, furchtlos und besonnen.

Für Menschen in leitenden Positionen ist es laut Benedikt wichtiger, vorzusehen, statt vorzustehen. Sie sollten ein Wissen besitzen, aus dem man Altes und Neues hervorholen kann, also je nach Anforderung innovativ oder bewahrend sein.

Tauchen Probleme und Fehler auf, dann lasse diese nicht wuchern, sondern schneide sie klug und liebevoll heraus, wie es dem Einzelnen hilft. Ein kluger Chef überfordert und unterfordert sein Team nicht:

Er ordne alles mit Maß, damit die Starken finden, was sie suchen, und die Schwachen nicht weglaufen.

Leben Sie freigebig

geben Sie

Freigiebig

Wer nichts hat, was er geben könnte, schenke wenigstens ein freundliches Wort, denn das geht über die beste Gabe.

Ein Hoch auf die Einfachheit! Großzügigkeit ist keine Frage des Geldbeutels, sondern des Herzens.

Zum Weiterlesen: „Die Benediktsregel. Eine Anleitung zu christlichem Leben“

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

Knacken Sie den Körpercode: So entschlüsseln Sie die Gestik Ihrer Mitmenschen

Autor: Werner Deck am 20. März 2015

Die Körpersprache eines Menschen sagt oft mehr als dieser selbst. Aber nur für den, der sie auch verstehen kann. Ethnologen, Psychologen und auch Polizisten haben sich aus verschiedensten Gründen mit dem Thema auseinandergesetzt.

Hier eine kleine Auswahl – als Anregung, nicht als Rezept für das „Durchschauen“ Ihrer Mitmenschen.

auf andere zeigen

Mit dem Finger zeigen

Mit dem Finger zeigen

Könnte heißen: Schau mal, du hast da einen Fleck.

Aber auch: Auf andere zeigen ist in der Körpersprache meist ein aggressiver Akt – es kann bedeuten, dass der andere Sie beschuldigt oder angreift. Sie dürfen diesem Menschen durchaus sagen, dass er nicht auf Sie zeigen soll. Oder Sie entspannnen die Situation mit einem Scherz: „Hm, schöne Fingernägel!“

reiben

Hände reiben

Hände reiben

Könnte heißen: Mir ist kalt.

Aber auch: Wir massieren uns intensiv die Hände, wenn wir mit unangenehmen Themen konfrontiert sind. Wenn jemand eine derart nervöse Gestik zeigt, sollten Sie ihn nicht noch eigens darauf ansprechen, sondern ihm die Angst nehmen und ihm entgegenkommen.
.

Hände übereinander

Doppelter Händedruck

Doppelter Händedruck

Manchen Menschen gibt man die Hand – und sie legen ihre zweite noch behütend und bekräftigend obenauf.

Könnte heißen: Ein Zeichen der Innigkeit oder des Trostes.

Aber auch: Viel öfter wird diese Geste kontrollierend von oben herab benutzt. Sie zeigt, wer der Bestimmende ist. Sind Sie in einer solchen Situation, legen Sie Ihre zweite Hand ebenfalls obenauf und lächeln Sie. Das bedeutet in der nonverbalen Kommunikation: Wir sind beide gleich stark!

Hände auf den Hüften

Könnte heißen: Ich präsentiere mich einfach gerne.

Aber auch: Amerikanischen Polizisten wird diese Geste beigebracht, um ihre Kontrolle zu behaupten. Wenn Sie jemand mit dieser starken Angriffsstellung konfrontiert, nehmen Sie ihm den Wind aus den Segeln, indem Sie ihn beschwichtigen: „Habe ich etwas falsch gemacht?“ Oder Sie stellen sich ebenso schulterbreit hin, stemmen die Hände in die Hüften und drücken damit aus: „Ich bin nicht eingeschüchtert!“

wohin damit?

Verschränkte Arme

Verschränkte Arme

Könnte heißen: Ich weiß nicht, wohin mit meinen Armen.

Aber auch: Wenn Arme und Ellenbogen an den Körper gepresst sind, zeugt diese Gestik von Nervosität und Beklemmung. Zeigen die Ellenbogen mehr nach außen (meist verbunden mit einem unzufriedenen Gesichtsausdruck), spricht das für Ablehnung oder abwartende Wachsamkeit. Sprechen Sie freundlich, bis der andere seine Verteidigungshaltung aufgibt.
.

an Haaren spielen

Herumspielen

Herumspielen

Dazu gehört das Zupfen am Ohrläppchen, das beständige Reiben der Schläfen oder Kratzen des Kopfes, aber auch das Spielen mit Haaren, Handys oder Feuerzeugen.

Könnte heißen: Mich juckt da etwas, oder es ist einfach eine menschliche Angewohnheit.

Aber auch: Das beständige Spielen am Ohr gilt in der Körpersprache als klassisches Symptom für Stress. In der Pokerkomödie Maverick durchschaut Mel Gibson seine bezaubernde Mitspielerin Jodie Foster, weil diese bei einem gutem Blatt immer an ihrer Haarlocke spielt. Lenkt Sie der Spieltrieb Ihres Mitmenschen zu sehr ab, zeigen Sie ihm, dass es Ihnen auffällt, und sprechen Sie es kurz an: „Hast du ein neues Handy?“ Dann gehen Sie zurück zum Thema. Wenn Sie in einem Meeting oder Vortrag merken, dass die Leute anfangen herumzuspielen, gönnen Sie ihnen eine Pause.

auf tisch klopfen

Mit den Fingern trippeln

Mit den Fingern trippeln

Könnte heißen: Ich habe gerade einen guten Rhythmus gefunden.

Aber auch: Klopft jemand mit den Fingerspitzen auf den Tisch, ist das ein (meist sogar bewusst eingesetztes) Zeichen von Ungeduld. Nervt es Sie, fixieren Sie zunächst länger diese unruhigen Finger und sehen Sie der Person anschließend ins Gesicht – in den meisten Fällen haben Sie dadurch die Aufmerksamkeit wieder, ohne den anderen peinlich berührt zu haben.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

Schlagwörter: ,
Kategorie: